Dortmund gedenkt der Terroropfer von Paris

Um 12 Uhr hielt Dortmund eine Minute lang inne: Hunderte Menschen haben am Montag bei einer Schweigeminute der Terroropfer von Paris gedacht. Auf dem Friedensplatz versammelten sich die Mitarbeiter der Stadt, auch die Technische Universität und die Evangelische Kirche setzten ein Zeichen gegen den Terror.

Dortmund. Die Anschläge am Freitag haben Menschen auf der ganzen Welt tief erschüttert. 129 Menschen waren dabei ums Leben gekommen, 352 wurden verletzt. Auch in Dortmund wurde deshalb am Montag um 12 Uhr der Opfer von Paris gedacht - zum Beispiel an der Technischen Universität. Mit der Schweigeminute wollten sich Mitarbeiter und Studenten gegen jegliche Form von Terrorismus und Gewalt aussprechen. "Aus Solidarität und Freundschaft mit unserem Nachbarland und in tiefer Trauer um die Opfer der Anschläge vom vergangenen Freitag wehen die Fahnen heute auf Halbmast", hieß es in einer Pressemitteilung der Uni.

Zu der Gedenkminute hatten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union aufgerufen. Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund und das Diakonische Werk versammelten sich im Foyer an der Jägerstraße. Rund 40 Mitarbeiter zeigten ihre Anteilnahme und beteten gemeinsam für den Frieden. Die stellvertretende Superintendentin Andrea Auras-Reiffen sagte: "Nicht nur die Tat allein, auch die Sorge, zu welchen Reaktionen sie führen kann, treibt uns um."

Angriff auf die europäische Zivilisation

Auf dem Friedensplatz fanden sich zur gleichen Zeit hunderte Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Dortmunder Feuerwehr zusammen, um mit Frankreich zu trauern. Die Friedenssäule wurde zum Trost spendenden Ankerpunkt. Oberbürgermeister Ullrich Sierau sagte vorab: "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Familien." Die gezielten Terrorschläge seien ein Angriff auf die europäische Zivilisation, Vielfalt und Toleranz. Nach der Gedenkminute trugen sich in der ersten Etage des Rathauses viele Mitarbeiter in ein Kondolenzbuch ein.

Kondolenzbücher ausgelegt

Die Auslandsgesellschaft erinnerte an die weltweiten Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In der Steinstraße 48 wurde ein öffentliches Kondolenzbuch ausgelegt. Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft NRW, sprach den Opfern und Hinterbliebenen sein Mitgefühl und Beileid aus. Währenddessen kündigte Sierau an, Kontakt zu Dortmunds französischer Partnerstadt Amiens aufzunehmen. Die Partnerschaft besteht seit 1960.