Dortmund: Gäste wollen in Corona-Krise Kultbar helfen – unglaublich, wie der Besitzer reagiert

Eine beliebte Bar in Dortmund hat Spenden von Gästen abgelehnt. (Symbolfoto)
Eine beliebte Bar in Dortmund hat Spenden von Gästen abgelehnt. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Mint Images

Auch in Dortmund müssen Restaurants und Bars wegen des Coronavirus vorrübergehend schließen – für die Betreiber eine finanzielle Ausnahmesituation. Deshalb wollten Gäste für eine Bar in Dortmund Geld sammeln – doch der Besitzer lehnt die Hilfe ab!

Dortmund: Bar-Betreiber will keine Spenden

Die beliebte „Marlene Bar“ in Dortmund ist als kleiner, charmanter Club bekannt. Doch bereits seit dem 12. März ist die Bar im Unionsviertel geschlossen. Der Grund: die Ausbreitung des Coronavirus!

Betreiber Tobias Heitmann hatte sich vergleichsweise früh dazu entschlossen, die „Marlene Bar“ zu schließen – mindestens bis zum Ende der Osterferien.

Jetzt machen sich viele Gäste Sorgen um die Zukunft ihrer Lieblingsbar, wollten eine Spenden-Aktion ins Leben rufen. Aber Heitmann möchte die Hilfe nicht – stattdessen hat er eine andere Idee.

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„Marlene Bar“ schlägt andere Hilfsaktion vor

Auf Facebook meldete sich Besitzer Tobias Heitmann persönlich zu Wort, erklärt die Situation. Einige Gäste hätten gefragt, ob sie eine Spenden-Kampagne starten sollen, damit es die „Marlene Bar“ durch die Corona-Krise schafft.

„Das hat uns/mich wirklich sehr berührt, aber ich habe dankend abgelehnt!“, schreibt Heitmann. Man sei relativ stabil aufgestellt, „das liegt an einer guten Versicherung und der Tatsache, dass ich die Bar nur als Hobby betreibe – zudem habe ich einen sehr netten Vermieter.“

Andere Gastronomen haben da weniger Glück, machen das Ganze hauptberuflich und sind auf ihre Einnahmen angewiesen – deshalb hat der Bar-Betreiber eine Bitte an seine Gäste: „Bitte unterstützt doch die lieben Kollegen, damit es nach der Krise weiterhin eine tolle Gastroszene gibt – wir möchten uns da zurück nehmen!“

Anschließend nennt Tobias Heitmann einige lokale Betriebe (zum Beispiel Oma Doris oder Großmarktschänke) und macht nochmal deutlich: „Macht Euch um uns keine Sorgen!“

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Die noble Bitte kommt bei den Gästen gut an, viele Facebook-Nutzer lassen Herzchen oder lobende Worte da:

  • „Wegen genau dieser Einstellung ist die 'Marlene Bar' die beste Bar der Stadt.“
  • „Echt starke Aktion. Nicht umsonst einer meiner Lieblingsläden. Freue mich auf die nächste Runde. Durchhalten, Allerseits!!!“
  • „Starkes Statement, toller Unternehmer!“

Während die „Marlene Bar“ in Dortmund gut abgesichert ist, hat die Corona-Krise jedoch eine Restaurant-Kette in die Pleite getrieben, wie du >>>>> hier lesen kannst. (kv)

 
 

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