Dortmund

Dortmund: Forscher könnten Corona-Tests revolutionieren – mit DIESER Idee

Durch ein Verfahren der TU Dortmund könnten bald viele Menschen innerhalb von Minuten auf das Coronavirus getestet werden. (Symbolfoto)
Durch ein Verfahren der TU Dortmund könnten bald viele Menschen innerhalb von Minuten auf das Coronavirus getestet werden. (Symbolfoto)
Foto: picture alliance/dpa

Dortmund. Wissenschaftler an der Technischen Universität (TU) Dortmund arbeiten mit Hochdruck an einem Verfahren, durch das Coronaviren in Echtzeit sichtbar gemacht werden könnten. Der in Dortmund entwickelte Sensor könnte vor allem an Flughäfen und anderen Plätzen mit großen Menschengruppen nützlich sein.

Dortmund: Coronavirus-Test in wenigen Minuten

Neben der Suche nach einem Coronavirus-Impfstoff arbeiten Wissenschaftler und Mediziner gerade auch mit Hochdruck an der Entwicklung von Corona-Schnelltests. Ein revolutionäres Test-Verfahren könnte bald aus Dortmund kommen.

Dort entwickeln Physiker, Informatiker und Mathematiker der TU Dortmund und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) gerade ein Analyseverfahren, das das Coronavirus vor Ort und in Echtzeit messen und dann aufspüren kann.

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Maßgeblich für die neuartige Test-Technik ist der sogenannte „Pamono“-Virensensor.

Er wurde bereits 2014 von ISAS und einem Sonderforschungsbereich der TU Dortmund entwickelt und sorgt dafür, dass der Zeitraum zwischen einer Probenentnahme (Speichel, Blut oder Abwassser) und dem Testergebnis auf wenige Minuten verringert werden kann.

Sensor hilft dabei, das Coronavirus eindämmen

Der tragbare Sensor kann dabei auch außerhalb von Speziallaboren genutzt werden, um den Infektionsstatus großer Gruppen (zum Beispiel von Flughafen-Passagieren oder Bewohnern einer Wohnsiedlung) innerhalb einer kurzen Zeit zu erfassen.

Laut der Wissenschaftler können so die Einschleppung, die weitere Ausbreitung und das Wiederauftreten von Viren verhindert werden. Aktuell bereiten die Laboranten der TU Dortmund den „Pamono“-Sensor mittels Anti-Sars-CoV2-Antikörpern auf die Messung von Coronaviren vor.

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So funktioniert die Messung

Coronaviren sind, wie andere Virenarten, zu klein, um mit herkömmlichen Mikroskopen nachgewiesen zu werden. Der Virensensor dagegen weist Viren indirekt nach, in dem er Oberflächenveränderungen analysiert, die die vorhandenen Viren auf dem Sensor verursachen.

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Prof. Dr. Katharina Morik, Gründerin des Sonderforschungsbereiches, der den Virensensor entwickelt hat, hofft, dass er schon bald im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden kann: „Auf den 'Pamono'-Sensor sind wir ohnehin stolz, wenn er nun gegen Corona eingesetzt werden kann, ist das wunderbar“.

 
 

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