Dortmund

Freiheitsberaubung? Fahrgäste durften Bahn 30 Minuten nicht verlassen - wegen eines Schwarzfahrers

Erst nach 30 Minuten durften die Fahrgäste in Dortmund die Bahn verlassen. (Symbolbild)
Erst nach 30 Minuten durften die Fahrgäste in Dortmund die Bahn verlassen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Dortmund. Ein Pendler wirft der Bahn Freiheitsberaubung vor: Am Dienstag hatte eine Kontrolleurin offenbar am Bahnhof Dortmund-Derne die Türen der Regionalbahn RB 10581 von innen verschlossen, nachdem es Ärger mit einem Schwarzfahrer gab. 30 Minuten lang mussten die Fahrgäste in der Bahn ausharren - das berichten die Ruhrnachrichten.

17-Jähriger soll drohende Haltung eingenommen haben

Demnach hatte die Kontrolleurin einen 17 Jahre alten Mann erwischt, der sein Ticket nicht abgestempelt hatte. Weil der Mann sich nicht ausweisen konnte und laut Aussage der Kontrolleurin eine drohende Haltung eingenommen hatte, rief die Kontrolleurin die Polizei und ließ die Türen der Bahn in Absprache mit dem Lokführer verriegeln, heißt es in dem Bericht.

Bahn: „Nicht ganz glücklich“

Die Kontrolleurin habe zu einem Fahrgast, der aussteigen wollte, gesagt, dass sie niemanden rauslasse, bis die Polizei eintgetroffen sei. Der Mann warf ihr Freiheitsberaubung vor, davon habe sich die Kontrolleurin nicht beeindrucken lassen. Rund 80 Fahrgäste waren nach Auskunft der Bundespolizei, die die Personalien des Schwarzfahrers schließlich aufnahm, in dem Zug.

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Die Bahn findet das Verhalten ihrer Mitarbeiterin „nicht ganz glücklich“, heißt es bei den Ruhrnachrichten. Man werde den Vorfall intern noch einmal durchgehen. (pen)

 
 

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