Dortmund: Döner-Verbot! Stadt streicht beliebtes Gericht von Speisekarte – Inhaber baff

Ein Imbiss in Dortmund musste den Döner von der Speisekarte streichen. (Symbolfoto)
Ein Imbiss in Dortmund musste den Döner von der Speisekarte streichen. (Symbolfoto)
Foto: picture alliance/dpa

Wann ist der Döner wirklich ein Döner? Diese scheinbar banale Frage bereitet jetzt einem Imbiss in Dortmund Probleme.

Die Stadt Dortmund hat nämlich die Imbiss-Besitzer dazu verdonnert, den Döner von der Karte zu streichen.

Dortmund: Imbiss muss Döner von Karte streichen

Der Imbiss „Oliv44“ in Dortmund bietet seit Jahren Döner an. Doch wegen eines Reinheitsgebotes muss Inhaber Hamdullah Coskun seinen Döner jetzt auf der Speisekarte umbenennen – von Döner in „Drehfleischspieß“. Das berichten die „Ruhr Nachrichten“.

Hintergrund ist ein Leitsatz für Fleischerzeugnisse im Deutschen Lebensmittelbuch von 1997, der festlegt, was zum Beispiel in einem Döner enthalten sein darf: grob entsehntes Schaf- oder Rindfleisch, in dünnen Scheiben auf einen Drehspieß gesteckt sowie Gewürze, Eier, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt – sonst nichts.

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Genau dagegen verstößt das Fleisch im „Oliv 44“. Denn die Coskuns beziehen ihre Fleischspieße vom Großhändler, der Geschmacksverstärker oder Bindemittel (zum Beispiel Paniermittel) hinzufügt.

Die bittere Folge: Der Döner entspricht nicht mehr den Vorgaben im Deutschen Lebensmittelbuch.

Stadt kontrolliert Imbiss-Buden

Deshalb war Betreiber Hamdullah Coskun (nach einer Fleischkontrolle durch die Stadt Dortmund) gezwungen, das Wort „Döner“ aus seinem Angebot zu streichen. So wird aus der „Döner Tasche“ die „Drehspieß Tasche“ – insgesamt 16 Mal musste das Wort ersetzt werden, so die „Ruhr Nachrichten“.

Der „Oliv 44“-Inhaber, der sein Restaurant an der Beurhausstraße 21 hat, fühlt sich ungerecht behandelt, weil viele Imbisse in der Umgebung beim gleichen Großhändler bestellen, aber nicht kontrolliert wurden und daher weiter Döner anbieten dürfen.

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Tatsächlich überprüft die Stadt Dortmund jährlich nur etwa 90 bis 100 Dönerläden stichprobenartig. Wieviele Restaurants bisher ebenfalls verdonnert wurden, den Döner aus der Karte zu streichen, ist nicht erfasst.

 
 

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