Dortmund denkt über Wohn-Container für Flüchtlinge nach

Die Erstaufnahme-Einrichtung in Hacheney ist neben Bielefeld der einzige Ort in NRW, wo sich Flüchtlinge melden können.
Die Erstaufnahme-Einrichtung in Hacheney ist neben Bielefeld der einzige Ort in NRW, wo sich Flüchtlinge melden können.
Foto: Dieter Menne
Bei der Unterbringung von Bürgerkriegs-Flüchtlingen aus Syrien denkt die Stadt inzwischen auch über ungewöhnliche Wege nach. Sollte die Zahl der Flüchtlinge im Winter weiter steigen, könnten die Betroffenen vorübergehend auch in Wohn-Containern auf städtischen Flächen untergebracht werden.

Dortmund. Die Stadt Dortmund erwägt auch unkonventionelle Wege, wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen geht. Im Vergleich zu anderen Städten, die schon über die Unterbringung in Zelten nachgedacht haben, ist die Lage im Umgang mit Flüchtlingen, die der Stadt nach einem bundesweiten Schlüssel zugewiesen werden, noch entspannt.

Auch weil Dortmund 350 Plätze angerechnet werden, weil die Stadt in Hacheney eine von zwei Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes für Asylbewerber betreibt. Doch dieses "Guthaben" ist seit dem Sommer aufgebraucht.

Für kommunal unterzubringende Flüchtlinge abseits der Erstaufnahme-Stelle nutzt die Stadt eine Siedlung am Grevendicks Feld in Lütgendortmund mit ebenfalls 350 Plätzen."Im Moment fahren wir mit unserer Wohnraum-Akquise noch ganz gut und haben die Bemühungen auch verstärkt und beschleunigt", stellt Dortmunds Sozialdezernentin Birgit Zoerner fest. Doch das bewährte System könnte mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen im Winter an seine Grenzen stoßen.

Suche nach Flächen für Flüchtlings-Container läuft

Als "reine Vorsichtsmaßnahme" hält die Verwaltung deshalb auch nach Flächen im Stadtgebiet Ausschau, auf denen im Notfall "mobile Wohneinheiten" für Flüchtlinge aufgestellt werden könnten.

Eine Festlegung auf Standorte gebe es noch nicht, betont die Dezernentin. Und ob es in einigen Monaten wirklich Wohn-Container für Flüchtlinge gibt, ist noch völlig unklar. Zur Zeit kommen etwa 100 Bürgerkriegs-Flüchtlinge pro Monat nach Dortmund, erläutert Zoerner. "Wir können nicht absehen, wie sich das weiterentwickeln wird."

 
 

EURE FAVORITEN