Dortmund

WDR-Schock in Dortmund: Journalisten begleiten Corona-Demo – dann wird es brutal

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Experten gehen von einer Zunahme der Häuslichen Gewalt während der Coronakrise aus. Durch Kontakt- oder Ausgangssperren sind Menschen gezwungenermaßen mehr mit ihrem Lebensgefährten zuhause. Wenn dieser gewalttätig ist, kann die Situation schnell eskalieren.

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Dortmund. Die Stadt Dortmund hatte die für Samstagnachmittag geplante Demonstration „Nicht ohne uns“ in der Innenstadt eigentlich kurzfristig verboten. Trotzdem hielten sich rund 150 Menschen nicht an die Anweisung und versammelten sich auf dem Alten Markt.

Am Rande der Demonstration in Dortmund kam es dann zum Eklat. Zwei WDR-Journalisten wurden durch einen Demonstrationsteilnehmer attackiert. Bei dem Angreifer soll es sich nach WDR-Erkenntnissen um einen Rechtsextremen handeln. Ein Journalist wurde leicht verletzt.

WDR-Journalisten auf Kundgebung angegriffen

Die Demo unter dem Motto „Nicht ohne uns“ war für Samstag um 15.30 Uhr auf dem Alten Markt in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Die Teilnehmer wollten gegen die aus Ihrer Sicht nicht hinnehmbaren Einschränkungen ihrer Grundrechte protestieren. Bei der Veranstaltung kam es zu hässlichen Szenen: Journalisten - unter anderem vom WDR - wurden beleidigt und angegriffen.

Kurz vor dem angemeldeten Beginn wurde die Demo dann auch von der Stadt Dortmund aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt. Die Polizei hatte die Bevölkerung bereits am Freitag vor der Teilnahme an der Demonstration gewarnt. Den Grund dafür erfährst du hier >>>

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Demonstranten trotzen Verbot

Trotz des Verbots versammelten sich am Nachmittag zahlreiche Demonstranten auf dem Alten Markt. Vor Ort wurde von 150 Menschen berichtet. Darunter soll auch eine Gruppe aus der rechtsextremen Szene gewesen sein.

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Rechtsextremist greift Journalisten an

Während der Versammlung beleidigte ein 23-jähriger Rechtsextremist einen Journalisten. Wenig später kam es zu einem zweiten Angriff. In Höhe der Hansastraße griff der gleiche Mann zwei Journalisten des WDR an. Dabei versuchte der Mann, die Kamera eines Journalisten aus dessen Hand zu schlagen.

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Ein WDR-Journalist wurde dabei leicht am Kopf verletzt. WDR-Chefredakteurin Gabi Ludwig betont: „Unsere Aufgabe ist es, Hintergründe zu recherchieren und Zusammenhänge aufzuzeigen. Von dieser Aufgabe lassen wir uns durch einen solchen Angriff nicht abbringen. So eine Tat ist nicht nur ein Angriff auf die Pressefreiheit, sie ist letztlich eine Bedrohung unserer Demokratie.”

Polizei nimmt Angreifer in Gewahrsam

Die Dortmunder Polizei nahm den Angreifer sofort in Gewahrsam. Die Ermittlungen dauern an.

Die Beamten richteten einen Appell an alle Journalisten, die bei der Demo im Einsatz waren. Sie sind aufgerufen, sich zu melden und Anzeige zu erstatten, wenn sie „Opfer von Straftaten geworden sind, in der Ausübung ihres Berufes und der Pressefreiheit beeinträchtig wurden“, teilte die Polizei bei Twitter mit.

Wie der WDR mitteilte, hätten die beiden angegriffenen Journalisten bereits Anzeige erstattet. Der WDR prüfe ebenfalls weitere rechtliche Schritte. (nr/ak)

 
 

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