Dortmund

Weil sich Anwohner gestört fühlen: Obdachlose müssen 20 Euro zahlen, wenn sie in Dortmund auf einer Bank übernachten

Wer in Dortmund auf einer Bank übernachtet, muss mit einem Verwarngeld rechnen. (Symbolbild)
Wer in Dortmund auf einer Bank übernachtet, muss mit einem Verwarngeld rechnen. (Symbolbild)
Foto: Soeren Stache / dpa

Dortmund. In Dortmund ist es nicht erlaubt, unter freiem Himmel auf einer öffentlichen Bank zu schlafen. Doch gerade viele Obdachlose wissen sich anders nicht zu helfen und übernachten trotzdem auf Bänken oder Straßen. Davon fühlen sich zahlreiche Anwohner gestört und rufen das Ordnungsamt.

Für Obdachlose kann das Übernachten auf einer Bank in Dortmund teuer werden

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes rücken dann aus und müssen die Wohnungslosen verwarnen – und das kann bis zu 20 Euro kosten. Für einen Obdachlosen eine Menge Geld.

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Wie die Stadt Dortmund gegenüber Dortmund24 berichtet, ist es untersagt auf Straßen oder „in Anlagen auf hierfür nicht besonders freigegebenen Flächen zu lagern, zu campieren oder zu übernahcten.“ Parkbänke gehören auch dazu.

In den letzten Wochen habe es laut Stadtverwaltung 50 Knöllchen gegen Obdachlose gegeben. Das Ordnungsamt rücke aber in den meisten Fällen nur aus, wenn Anwohner oder Gewerbetreibende sie anfordern, weil sie sich gestört fühlen.

20 Euro kostet eine Verwarngeld bei der Stadt Dortmund

Von den 50 Knöllchen mussten immerhin fünf Obdachlose ein Verwarngeld von 20 Euro zahlen.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes würden den Obdachlosen aber auch Adressen von Notunterkünften geben.

Wer das Verwarngeld nicht zahlt, muss mit noch mehr Kosten rechnen: Dann werde daraus ein Bußgeld, das dann insgesamt 48 Euro kostet.

Das Bodo-Straßenmagazin kritisiert nach Medienberichten das Vorgehen des Ordnungsamtes. Schließlich haben die Wohnungslosen kaum Alternativen, in den Notunterkünften sei lediglich für rund 100 Personen Platz. Laut Stadtverwaltung sind aber 400 bis 450 Menschen wohnungslos in Dortmund. (fb)

 
 

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