Dortmund

Dortmund: Botschafter fällt hartes Urteil über die Stadt – „Es ist beschämend“

Ein Botschafter äußerte sich bestürzt über einen Vorfall in Dortmund. (Symbolbild)
Ein Botschafter äußerte sich bestürzt über einen Vorfall in Dortmund. (Symbolbild)
Foto: imago images / Hans Blossey

Dortmund. Am 30. September haben Juden ihr Neujahrsfest Rosch ha-Schana gefeiert. Parallel dazu haben Neonazis in der Nordstadt in Dortmund demonstriert.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, hat sich zu dieser Neonazi-Demo in Dortmund jetzt bestürzt geäußert.

Dortmund: Neonazis demonstrieren am Tag des jüdischen Neujahrsfest

„Es ist beschämend, Neonazis offen auf den Straßen von Dortmund zu sehen, während wir das jüdische Neujahr feiern“, schreibt Issacharoff bei Twitter.

Er selbst habe familiäre Verbindungen in die Ruhrgebietsstadt. „Die Urgroßeltern meiner Frau stammten aus Dortmund und wurden von den Nazis ermordet. Wo keine Reue ist, kann es keine Vergebung geben“, erklärt er.

------------------------------------

• Mehr Themen aus Dortmund:

Dortmund: Mann bittet Passanten um Zigarette – dann passiert etwas Schreckliches

Dortmund: Mann (29) rast mit E-Roller durch Hauptbahnhof – als die Polizei ihn stoppt, wird er arrogant

Dortmund: Frau soll ihren Mann getötet haben – sie hatte zuvor ein Martyrium durchlebt

Dortmund: Klamotten-Riese eröffnet in Thier-Galerie – dabei existiert bereits eine Filiale in der Innenstadt

-------------------------------------

Dortmunder mit gemischten Gefühlen

Die Dortmunder reagierten unterschiedlich auf den Tweet. Einige Twitteruser reagierten beleidigt auf den Text. Andere können die Aussage Issacharoffs nachvollziehen.

  • „Sorry, aber zwischen fast 600.000 Dortmundern und ein paar unterbelichteten Naziidioten nicht zu unterscheiden ist Ihrer nicht würdig und beleidigt mich als Dortmunderin, die immer und überall für Israel kämpft“
  • „Es beschämt immer mehr, was hier in diesem Land los ist!“
  • „Ich bin in Dortmund geboren und wohne mein Leben lang hier! Der Anteil an rechts denkenden Menschen ist Gott sei Dank nicht der größte Teil der Dortmunder! Viele sind gegen dieses Gedankengut! Es gibt hier leider, wie überall, solche wie solche!“

Der Botschafter reagierte damit auf einen Tweet, der einen Spruch der Neonazis von der Demo am Montag zitiert. „Palästina hilf uns doch, Israel gibt es immer noch“, steht dort in hebräischen Buchstaben. (vh)

 
 

EURE FAVORITEN