Dortmund

Dortmund: Live-Ticker zur Bomben-Entschärfung ++ Klinik hat wichtige Botschaft! ++

Einige Straßen in Dortmund sind wegen der Bomben-Gefahr mit Container-Schutzwänden gesichert.
Einige Straßen in Dortmund sind wegen der Bomben-Gefahr mit Container-Schutzwänden gesichert.
Foto: Stadt Dortmund

Dortmund. Ausnahmezustand am Wochenende in Dortmund. Wegen Bomben-Verdachts stand die Stadt vor einer gewaltigen logistischen Herausforderung. Gleich vier Bomben wurden im Klinikviertel vermutet - später war klar: Es sind auf jeden Fall zwei Bomben, die entschärft werden mussten.

Vorsorglich wurden tonnenschwere Containerwände installiert: Die „Wirkungsdämpfungsmaßnahmen“, wie die mit Beton gefüllten Container im Jargon heißen, wurden in der Beurhausstraße, der Alexanderstraße, der Luisenstraße, der Johannnesstraße und in der Josephstraße aufgestellt.

Viele Anwohner mussten ihre Häuser in Dortmund verlassen. Schon am Samstag wurden die Städtischen Kliniken und die Johannes-Klinik evakuiert. Am Sonntag mussten 14.000 Anwohner raus aus ihren Wohnungen.

Alle Infos zur Bombenentschärfung in Dortmund im Live-Ticker:

+++ Hier kannst du den Live-Ticker aktualisieren +++

Live-Ticker zur Evakuierung in Dortmund: Zwei Mal Fehlalarm

17.31 Uhr: Nachdem die Bomben in Dortmund entschärft sind, fahren jetzt auch wieder alle Züge fahrplanmäßig, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Allerdings kommt es wahrscheinlich noch zu Verspätungen und Teilausfällen.

Betroffen sind diese Zuglinien: RE 1, RE 4, RE 57, RB 43, RB51, RB 52, RB 53, S1, S4, S5, S8.

17.07 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt mit: Auch die zweite Bombe ist nun entschärft worden. Das Evakuierungsgebiet ist wieder freigegeben - allerdings bleiben die Durchfahrtssperren an den Kliniken vorerst bestehen.

16.17 Uhr: Jetzt wird der zweite Blindgänger an der Beurhausstraße entschärft.

15.57 Uhr: Der 250-Kilo-Blindgänger an der Luisenstraße ist entschärft, wie die Stadt mitteilt. Der Zünder wurde nun auch gesprengt - deshalb gab es zwei Mal einen Knall.

15.20 Uhr: Die Stadt teilt mit: Zwei der Verdachtspunkte haben sich bestätigt: Zwei Bomben müssen also entschärft werden.

15 Uhr: Das Klinikum Dortmund hat via Twitter eine wichtige Botschaft angesichts der Mega-Entschärfung: „Was man sich angesichts der Bombe aktuell vor Augen halten muss: Weil der Faschismus in seinem Größen- & Rassenwahn vor knapp 80 Jahren meinte, Europa & die Welt angreifen zu müssen, haben wir heute noch mit den Folgen zu kämpfen. Daher gilt mehr denn je: Nie wieder Faschismus!“

Der Tweet wurde hunderte male geteilt - und erhielt viel Zuspruch.

14.27 Uhr: Insgesamt vier Bomben fürchteten die Experten an den verdächtigen Stellen. In zwei Fällen sollten sie recht behalten. An den anderen beiden Stellen wurden keine Blindgänger gefunden. Wann mit der Entschärfung begonnen werden kann, ist noch unklar.

14 Uhr: Seit sechs Stunden können die Anwohner in den Sperrgebieten nicht in ihre Wohnungen. 14.000 Menschen sind betroffen. Nach Angaben der Stadt haben sich 195 von ihnen in der Betreuungsstelle in Scharnhorst eingefunden. Sie warten auf die erlösende Nachricht.

Hauptbahnhof komplett gesperrt

12.31 Uhr: Der Dortmunder Hauptbahnhof ist wegen der Entschärfung der Blindgänger jetzt komplett gesperrt! Alle Züge des Fern- und Nahverkehrs werden umgeleitet.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, entfällt nicht nur der Halt in Dortmund, sondern auch in Bochum, da die Züge über andere Routen umgeleitet werden. Zu den Ersatzfahrplänen geht es hier >>>

Zwei Bomben gefunden!

11:30 Uhr: Glück im Unglück für die betroffenen Anwohner. Sie können den Sonntag zwar nicht in ihrer Wohnung verbringen. Dafür dürfen sie ein großes Freizeitangebot am Sonntag in Dortmund kostenlos nutzen. So gibt es freien Eintritt im Dortmunder Zoo (von 9:00 bis 16:30 Uhr), im Südbad (von 8:00 bis 12:00 Uhr), im Westfalenpark (von 10:00 bis 17:.00 Uhr) oder in den Pflanzenschauhäusern im Botanischen Garten des Rombergparks (10:00 bis 16:30 Uhr).

11.14 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen sind weiter im vollen Gange. Nach Angaben der Stadt liegen die Einsatzkärfte im Zeitplan. Es habe zwar einige Verweigerer gegeben, die ihre Wohnung nicht verlassen wollten. Doch auch sie konnten letztlich überzeugt werden. All das wurde offenbar mit eingeplant.

10.40 Uhr: Der Verdacht hat sich bestätigt! Bei den Ausgrabungen wurden tatsächlich Bomben gefunden. An welchen Standorten, das will Oberbürgermeister Ullrich Sierau allerdings nicht verraten. Jetzt müssen die Blindgänger im Laufe des Tages entschärft werden.

Hauptbahnhof teilweise gesperrt

09.37 Uhr: Zahlreiche Mitarbeiter des Orndungsamt laufen derzeit den Sperrbereich ab und kontrollieren, ob auch wirklich alle Anwohner ihre Häuser verlassen haben. Derweil haben die Grabungen an den Verdachtspunkten begonnen. Ob tatsächlich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Erde liegen, ist nicht sicher. In der Vergangenheit wurden in vergleichbaren Fällen auch alte Sanitärgeräte gefunden.

09.07 Uhr: Auch der Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofes ist mittlerweile gesperrt. Die Gleise sind jetzt nur noch über den Hintereingang (Nordeingang) zu erreichen.

Davor haben Anwohner Angst

8.46 Uhr: Damit Einbrecher allerdings kein leichtes Spiel haben, ist die Polizei Dortmund am Sonntag mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Um das Eigentum der Dortmunder zu schützen setzt die Polizei zusätzliche Kameras sowie mehrere Drohnen ein. „Verdächtige Personen werden observiert und notfalls durch Einsatzkräfte kontrolliert“, verspricht die Polizei. Im Notfall will die Polizei sogar auf einen Hubschrauber zurückgreifen.

Sonntag, 12.Januar, 08.15 Uhr: Seit 15 Minuten sollen alle Anwohner im Evakuierungsradius ihre Wohnungen verlassen haben. Die Einsatzkräfte werden nun prüfen, ob auch wirklich alle Menschen der Anordnung nachgekommen sind. Die von langer Hand geplante Evakuierung bereitet vielen Betroffenen Angst. In den Sozialen Netzwerken teilen die Dortmunder ihre Sorge: Was, wenn Einbrecher die leergefegten Straßen nutzen, um unerkannt in Wohnungen zu gelangen?

Hauptbahnhof wird gesperrt!

20 Uhr: Sechs Containerwände stehen jetzt auch im Umfeld der beiden Krankenhäuser, teilt die Stadt Dortmund mit. Die Container sind mit tonnenschweren Betongewichten beladen.

15.02 Uhr: Die Vorsichtsmaßnahmen vor der Entschärfung der Bomben am Sonntag sind enorm. Vorsorglich werden an verschiedenen Stellen tonnenschwere Containerwände installiert. Die so genannten „Wirkungsdämpfungsmaßnahmen“ werden in der Beurhausstraße, Alexanderstraße, Luisenstraße, Johannnesstraße und Josephstraße getroffen:

14.25 Uhr: Nicht jeder Anwohner ist in der Lage, seine Wohnung eigenständig zu verlassen. Wer für gehbehinderte oder bettlägerige Personen einen Krankentransport anmelden möchte, kann dies noch bis heute um 19 Uhr beim Ordnungsamt tun. Die Nummer lautet: 0231 / 50-28888.

13.59 Uhr: Auch der Dortmunder Hauptbahnhof liegt innerhalb des Evakuierungsradius. Ab Sonntagmorgen um 8 Uhr kann der Bahnhof nur noch über den Nordeingang und nicht mehr über den Haupteingang betreten werden. Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung muss dann der komplette Bahnhof gesperrt werden. Die Sperrung der wichtigen Verkehrsader im Ruhrgebiet hat dann auch Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Bomben-Entschärfung mit Auswirkung auf Nahverkehr

13.26 Uhr: Um die Nord-Süd-Achse in Dortmund zu verbinden setzt DSW21 einen Schienenersatzverkehr im 10-Minuten-Takt ein.

Die Gelenkbusse fahren dazwischen die Haltestellen "Schützenstraße (Nachtexpress-Haltestelle)", "Kirchenstraße (Nachtexpress-Haltestelle)", "DO-Hbf Nord", "Brügmannplatz (Nachtexpress-Haltestelle)", "Ostentor (Ersatzhaltestelle)" und "Heiliger Weg (Nachtexpress-Haltestelle)" an. Weitere Infos hier >>>

13.18 Uhr: Nicht nur Autofahrer sind von den Maßnahmen betroffen. Morgen kommt es auch im öffentlichen Nahverkehr zu erheblichen Einschränkungen. Vor allem im Stadtbahn-Bereich:

  • Die Stadtbahn-Linie U41 fährt nur noch zwischen Hörde und der Haltestelle "Märkische Straße" sowie zwischen Brambauer und der Haltestelle "DO-Hbf".
  • Die U42 fährt nur noch zwischen Hombruch und der Haltestelle "Theodor-Fliedner-Heim" sowie zwischen Grevel und der Haltestelle "Brügmannplatz".
  • Die U43 fährt nur zwischen Wickede und der Haltestelle "Ostentor", im übrigen Streckenabschnitt finden keine Fahrten statt.
  • Die U44 fährt lediglich zwischen Marten und der Haltestelle "Wittener Straße", im übrigen Streckenabschnitt werden ebenfalls keine Fahrten durchgeführt.
  • Die U47 fährt nur zwischen Aplerbeck und der Haltestelle "Märkische Straße" sowie zwischen Westerfilde und der Haltestelle "Hafen".
  • Auf den Linien U45, U46 und U49 wird der Betrieb komplett eingestellt.

Autofahrer missachten Sperrung

12.32 Uhr: Insgesamt 15 Autos mussten rund um das Johannes-Klinikum in Dortmund abgeschleppt werden. Danach war der Bereich für den Patientenabtransport fristgerecht autofrei.

11.30 Uhr: Trotz der Sperrung haben nach Angaben der Stadt Dortmund noch einige Autofahrer versucht, in den Bereich um die Klinik herum zu fahren. Die Stadt appelliert an alle Autofahrer: „Es ist keine Einfahrt mehr in einige Straßen rund um die Kliniken möglich.“

Eine Karte zeigt, welche Regeln rund um die Kliniken gelten:

10.56 Uhr: Alle betroffenen Anwohner wurden über Flugblätter von der Evakuierung am Sonntag in Kenntnis gesetzt. Sie müssen sich möglicherweise darauf einstellen, auch über Nacht nicht in ihre Wohnungen zurückkehren zu können. Wer am Sonntag nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen kann, dem steht unter anderem eine Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst zur Verfügung.

09.54 Uhr: Nicht alle Patienten der Städtischen Kliniken müssen evakuiert werden. Denn es konnten Bereiche im Klinikum Mitte ausgemacht werden, die bei der Umsetzung einer Bombe nicht betroffen wären: „In diese sicheren Räume werden z.B. Intensiv-Patienten und Frühchen gebracht“, erklärt Baudezernent Arnulf Rybicki.

Gewaltige Evakuierungsaktion startet

09.34 Uhr: Die Stadt versucht die logistische Herausforderung zu entzerren. Deshalb werden die Patienten aus den betroffenen Kliniken bereits am Samstag wegtransportiert. Auf dem Friedensplatz sammeln sich am Morgen die Einsatzkräfte, die für die Patiententransporte zuständig sind.

08.11 Uhr: Schon seit gestern ist die Durchfahrt in einige Straßen rund um die Kliniken gesperrt. Der Grund: Die Wege für die notwendigen Patiententransporte sollen frei bleiben.

Auch ein Halteverbot gilt für folgende Straßen von Freitag bis Montag:

  • Beurhausstraße auf der gesamten Länge
  • Alexanderstraße auf der gesamten Länge
  • Humboldtstraße von der Beurhausstraße bis Lange Straße
  • Josephstraße von Hiltropwall bis Humboldtstraße
  • Amalienstraße von Wilhelmstraße bis Langestraße
  • Wilhelmstraße von Beurhausstraße bis Humboldtstraße
  • Johannestraße von Hiltropwall bis Beurhausstraße

Das ist der Evakuierungsradius in Dortmund

Samstag, 11. Januar: 07.16 Uhr: Nach Angaben der Stadt liegen die Bombenverdachtspunkte an der Beurhausstraße, der Luisenstraße und im Kreuzungsbereich Rheinische Straße und Westentor. Außerdem gibt es einen weiteren Bombenverdacht im Gartenbereich des St. Johannes-Hospitals. Auch hier soll der Kampfmittelräumdienst am Sonntag aktiv werden.

Hier müssen Anwohner am Sonntag bis 8 Uhr morgens ihre Häuser verlassen:

(ak, pen)

 
 

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