Dortmund bekommt 600 Leih-Fahrräder

Frank Bußmann
Foto: nextbike

Dortmund. Was es in anderen Großstädten längt gibt, kommt im Frühsommer auch nach Dortmund: ein Fahrrad-Verleihsystem. Bis 2011 werden 60 Stationen mit insgesamt 600 Rädern eingerichtet - möglichst, ohne den gebeutelten Dortmunder Haushalt zu belasten.

Im Frühsommer soll es soweit sein: Dortmund bekommt ein Fahrradverleihsystem. 60 Stationen werden nach und nach bis 2011 eingerichtet. Im Endausbau sollen 600 Räder zur Verfügung stehen.

In anderen Großstädten arbeiten diese Verleihsystem schon mit respektablem Erfolg. Schon im Mai 2009 haben Dortmund und zehn weitere Ruhrgebietsstädte eine Absichtserklärung für den Aufbau des Systems unterschrieben. Titel: „metroRadRuhr”. Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens und der Förderzusage durch den Bund übergab Dortmund die Federführung an den RVR. Mit von der Partie sind der VRR, die Dachorganisation der Fahrradstationen im Ruhrgebiet PIA sowie als kommerzieller Partner die Firma nextbike mit Sitz in Leipzig, die in mehr als 20 Städten ähnliche Systeme betreibt.

Nach dem der Rat der Stadt am Donnerstagabend sein Okay gegeben hat, steht der Einführung in Dortmund nichts mehr im Weg, bestätigt Mareike Rauchhaus von nextbike. Das Unternehmen ist zuständig für die Produktion der Fahrradständer, der Info-Stelen sowie der Räder. Es hat einen eigenen Förderantrag gestellt.

Ausbau startet in der City

Die Montage erfolgt durch die Stadt Dortmund - und ist im wesentlichen haushaltsneutral. Begonnen wird in Dortmund und Essen - den beiden größten Städten der Kulturhauptstadt 2010.

Bei der Anlegung der 60 Dortmunder Stationen wird man von der City in die Randbereiche gehen. Gesetzt zum Start sind der Bahnhof und das „U”. Standortkriterien sind: Nähe zum ÖPNV, belebter Standort, gute Sichtbarkeit, Barrierefreiheit und Nähe zu potenziell großen Nachfragern (Uni, Kliniken, Bürokomplexen).

Besitzer eines VRR-Tickets fahren die ersten 30 Minuten kostenlos. Im übrigen wird pro Stunde 1 Euro fällig, die Nutzung den ganzen Tag über kostet 8 Euro. Das Bezahlen und Registrieren erfolgt über eine Kommunikationsanlage in der Info-Stele an jeder Station, wo die Räder individuell genommen und abgegeben werden können.