Dortmund

Dortmund: AfD-Kreissprecher wechselt zur Partei „Die Rechte“– und tritt heftig nach

Der ehemalige Kreissprecher der AfD Dortmund ist zur Partei „Die Rechte“ gewechselt. (Symbolbild)
Der ehemalige Kreissprecher der AfD Dortmund ist zur Partei „Die Rechte“ gewechselt. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Der Ex-Kreissprecher der AfD Kreis Dortmund, Bernd Schreyner, tritt aus der AfD aus und wechselt zur Partei „Die Rechten“
  • Hintergrund sind massive Vorwürfe gegen die Dortmunder AfD
  • Der Vorstand weist die Anschuldigungen zurück und freut sich über den Austritt

Dortmund. Der ehemalige Kreissprecher des AfD Kreisverbands Dortmund, Bernd Schreyner, hat Konsequenzen aus einem Streit mit dem Kreisvorstand gezogen.

Der Dortmunder hat die Alternative für Deutschland verlassen und ist zur rechtsextremen Partei „Die Rechte“ gewechselt. Die Gründe dafür erläutert er auf seiner privaten Facebook-Seite.

AfD Dortmund: Ex-Kreissprecher Bernd Schreyner teilt aus

In einem dreiminütigen Video, das er am 23. Dezember 2018 veröffentlicht hat, tritt er massiv gegen den Vorstand der AfD Kreis Dortmund nach.

Er wirft den ehemaligen Kollegen „Lügen und Diffamierungen“ gegen ihn vor. Der Vorstand sei „zutiefst unfähig“.

Über die Mitglieder der AfD in Dortmund sagt er in dem Video: „Die meisten waren nichtssagend, stillschweigend und ohne Rückgrat.“ Mit Wahrheit und Kritik könnten sie nicht umgehen.

Die Summe der Vorfälle ließen ihm, so er selbst, keine andere Wahl, als die Dortmunder AfD zu verlassen.

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Schreyner: Solidarität mit Neonazi und Holocaust-Leugnerin

Der öffentliche Streit mit dem Vorstand der AfD Kreis Dortmund erreichte seinen Höhepunkt, als Schreyner im Dezember als AfD-Mitglied bei einer Demo von Rechtsextremen in Dortmund als Redner in Erscheinung trat.

Schreyner solidarisierte sich dort unter anderem mit dem Neonazi Siegfried Borchardt, genannt „SS-Siggi“, und der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck.

Vorstand der AfD Dortmund kritisiert Schreyner-Auftritt

Dem Vorstand der Dortmunder AfD passte das gar nicht. In einer Stellungnahme heißt es: „Ein so krasses parteischädigendes Verhalten eines Mitglieds in der Öffentlichkeit ist in der Geschichte des Kreisverbandes Dortmund bisher einmalig.“

Schreyner verstoße gegen die Grundsätze der AfD, die Partei „Die Rechte“ stehe auf der „Unvereinbarkeitsliste“.

Rede nicht Auslöser des Streits zwischen Bernd Schreyner und AfD Dortmund

Der Streit zwischen dem AfD-Mitglied Bernd Schreyner und dem Vorstand seines Kreisverbandes hat aber schon vor dessen Auftritt bei der Kundgebung von der Partei „Die Rechte“ begonnen.

Auf Nachfrage von DER WESTEN sagte Kreissprecher Andreas Urbanek, dass Schreyner wiederholt den „innerparteilichen Frieden“ gestört habe.

„Er hat der Partei in seiner Außenwirkung geschadet“, erklärte Urbanek. Schreyner sei in keiner Weise ein Aushängeschild für die Partei.

Schreyner kommt Ausschlussverfahren zuvor

Im Oktober habe der Kreisverbandsvorstand daher ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet, das mit großer Mehrheit der AfD-Mitglieder in Dortmund begrüßt worden sei.

Die massiven Vorwürfe von Schreyner gegenüber den Mitglieder der Dortmunder AfD wies Urbanek zurück. Über dessen Austritt aus der Partei sei er „sehr froh“. (jg)

 
 

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