Dogewo21 hat weitere zehn Häuser in der Nordstadt gekauft

Das städtische Wohnungsunternehmen Dogewo21 hat weitere zehn heruntergekommene Mehrfamilienhäuser mit 77 Wohnungen in der Nordstadt gekauft, um sie wieder auf Vordermann zu bringen. Und es steht auch schon fest, wer dort Anfang nächsten Jahres einziehen soll.

Dortmund.. Bei diesen Immobilien im Hafenviertel handelt es sich nicht um die klassischen Ekelhäuser mit Müll- und Ungezieferproblemen, von denen die Dogewo im Januar sieben in der Nordstadt und in Eving erworben hatte. Die am Mittwoch im Grundbuch auf die Dogewo übergegangenen zehn Immobilien sind aber in sehr schlechtem Zustand und stehen zum großen Teil leer.

Studentenwohnungen
Die Dogewo habe die Häuser in einem Paket von einer Gesellschaft zum angemessenen Preis gekauft, erklärte Geschäftsführer Klaus Graniki. Eines der Häuser steht in der Scharnhorststraße, die anderen neun in der Nettelbeckstraße. Ziel sei, dort Studenten einzuquartieren. Es bestehe Nachfrage nach Studentenwohnungen, und auch die gute Infrastruktur spreche dafür. Graniki: "Man kann zu Fuß zum Bahnhof gehen."
Allerdings muss die Dogewo zunächst einen Partner für den Umbau und die neue Nutzung der Wohnungen finden. Als ersten Ansprechpartner sieht sie das Studentenwerk. Der Umbau soll nach einem Konzept und maßgeschneidert für Studenten erfolgen.
Generalpachtvertrag
Wie viel Geld die Dogewo dafür in die Hand nehmen muss, lasse sich erst sagen, wenn das Konzept stehe, so der Geschäftsführer. Es handele sich aber um einen "erheblichen Betrag". Das Studentenwerk könnte die Häuser anschließend mit einem Generalpachtvertrag übernehmen und direkt an Studenten vermieten.
Mit dem erneuten Engagement der Dogewo in der Nordstadt - das städtische Wohnungsunternehmen hat dort bereits knapp 2000 Wohnungen - könne man zwar "nicht die Welt retten", sagt Graniki. Aber der Kauf sei vor allem wirtschaftlich im Sinne der Stadttochter. Mehr als sieben Monate haben sich die Verhandlungen hingezogen.
Graniki: "Das läuft nicht von heute auf morgen." Dennoch versuchen zurzeit Immobilieneigentümer ihre Häuser bei der Dogewo loszuwerden, nachdem sich der Erwerb der ersten sieben Problemhäuser herumgesprochen hat - auch unter zweifelhaften Verkäufern, von denen sich nicht wenige auf dem Markt tummeln.
Falsche Vorstellung
Ein krimineller Hintergrund lasse sich da nicht immer ausschließen, weiß Graniki. "Man kommt in großem Stil auf uns zu." Darunter sind neben den ganz normalen Kunden auch der türkische Immobilienbesitzer, der vor einer Zwangsversteigerung steht und sich radebrechend an die Dogewo wendet.

Die ist für ihn aber ebenso wenig der richtige Ansprechpartner wie für den Typus der älteren alleinstehenden Dame, die mit ihrem Mehrfamilienhaus überfordert ist und zudem eine falsche Vorstellung vom Wert ihrer Immobilie hat.
Diese Menschen verweist die Dogewo an das Beratungsnetzwerk "IdEE Nordstadt", das zu Fragen rund um Nordstadt-Immobilien berät.
Hier gibt's Beratung

  • Das Beratungsnetzwerk "IdEE Nordstadt"informiert Eigentümer zu Fragen rund um ihre Immobilien in der Nordstadt - von der Vermietung, über Verkauf, Sanierung und Finanzierung.
  • Ein kostenloser Immobiliencheckgehört ebenso zum Angebot wie Modernisierungssprechstunden, Quartierstreffen und der Eigentümerstammtisch.
  • Erste Informationengibt es auch beim Stadtplanungsamt, Abteilung für Stadterneuerung, unter Tel. (0231) 50-24 22 3.
  • Kontaktdatenzu den einzelnen Angeboten gibt es zum Herunterladen im Stadtportal Dortmund im Internet (s. Linkbox oben).


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