Dogewo baut zwei Kitas am Phoenix-See

Die Stadt plant neue Kitas, um den Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfüllen zu können. Foto: Clemens Bilan/dapd
Die Stadt plant neue Kitas, um den Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfüllen zu können. Foto: Clemens Bilan/dapd
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Seit Monaten ist die Stadt dabei, Flächen und Investoren für den notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung zu suchen. Rund 40 bis 50 neue Einrichtungen müssen quer durch ganz Dortmund hochgezogen werden, um den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Platz für Unter-Dreijährige (U3-Betreuung) zu sichern.

Dortmund. Seit Monaten ist die Stadt dabei, Flächen und Investoren für den notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung zu suchen. Rund 40 bis 50 neue Einrichtungen müssen quer durch ganz Dortmund hochgezogen werden, um den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Platz für Unter-Dreijährige (U3-Betreuung) zu sichern. Inzwischen zeichnen sich die ersten Investitionen ab. 18 Projekte sind im Anstich.

Immerhin hat die Stadt noch satte 2100 Plätze aus dem Boden zu stampfen. Vom ursprünglichen Ziel, den Rechtsanspruch der Eltern bis zum 31.8.2013 zu gewährleisten, hat man sich bereits verabschiedet - jetzt soll’s 2015 werden. Aber selbst diese Strecke gilt als ambitioniert, denn das Verfahren kostet Zeit. Die Verwaltung würfelt zwar jede Menge Standorte durch (37 werden noch untersucht), aber längst nicht jeder kommt am Ende auch in Betracht. Und weil die Flächen nicht freihändig, sondern über Ausschreibung vergeben werden, ziehen die Monate ins Land. Kommt hinzu: Die Miete ist auf 9,60 Euro/qm (Kaltmiete) gedeckelt - was vor Jahren nicht der Fall war und Verhandlungen mit Investoren nicht unbedingt leicht macht. Denn mit satten Renditen dürfen Geldgeber beim Kita-Bau naturgemäß nicht rechnen. „Es wird für uns ein Nullsummenspiel“, sagt Dogewo-Prokurist Bernd Wortmeyer. „Hohe Erträge lassen sich da nicht erzielen.“

Vier Standorte in Ausschreibung

Inzwischen zeichnet sich ab, dass die ersten Grundstücke vergeben werden können: Vier Standorte sind derzeit in der Ausschreibung, weitere sechs kommen in Kürze auf den Markt. Die gws Wohnen beispielsweise hat Interesse am Standort Apolloweg angemeldet und will darüber hinaus für die Katholische Gemeinde St. Clara in Hörde ausbauen sowie für zwei Elterninitiativen in Holzen und Schüren neu bauen.

Die kommunale Dogewo, Tochter der Stadtwerke, möchte auf sieben Flächen Kindertagesstätten hochziehen. Den Anfang will Dogewo am Sunderweg machen, sobald 2012 die Bauleitplanung in trockenen Tüchern ist. Eine sechs-gruppige Kindertages-stätte mit insgesamt 150 Plätzen soll in diesem Teil der Nordstadt entstehen.

Zwei Millionen Euro

Das Modell sieht so aus: Dogewo kauft die Fläche von der Stadt und zieht die Einrichtung hoch. Das Investitionsvolumen beläuft sich (wie für die sechs weiteren Kitas) auf je zwei Mio. Euro. Refinanziert werden die Investitionskosten auf Sicht dadurch, dass Dogewo die Räume nach Fertigstellung an den Kinderschutzbund vermietet, der als Betreiber ins Haus kommt. Und weil auch freie Träger wie Kinderschutzbund, Awo, Caritas und Kirchengemeinden kein Minus erwirtschaften sollen, erhalten sie Betriebskostenzuschüsse von der Stadt. Die fährt dafür ihren Etat bis 2015 um 20 Mio. Euro hoch. Am Phoenix-See will Dogewo gleich doppelt bauen: Gegenüber der Weingartenstraße und am Südufer sollen je eine Kita entstehen. Als weitere Standorte kommen die Burgholzstraße in Betracht, das Neubaugebiet „Erdbeerfeld“ in Mengede, Auf dem Hohwart in Wambel und an der Fuchteystraße in Huckarde.

 
 

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