Dieses Kollektiv zertanzte die Zeit

Verlorene Zeit, verlogene Zeit - was ist Zeit überhaupt? Das Theaterkollektiv kgi, bestehend aus Theater- und Tanz-Absolventen von Unis in Berlin, Hamburg und Gießen, hat genau diese Frage in einer Performance behandelt. Der Titel: "Transformers". Der Ort: das "Favoriten"-Festival in Dortmund. Hier sind die Fotos.

Dortmund. Das Theaterkollektiv kgi verbündet sich mit denen, die nicht genau weiterwissen, schreiben sie. Sie tanzen, nicht um etwas auszudrücken, sondern andersherum: Um den Dingen näher zu kommen, um ihre Gegenwart "einzudrücken", um sie zu verwandeln. Sie fragen danach, was Zeit überhaupt sein kann: ein Machtinstrument, ein Druckmittel, eine Gelegenheit?

Beim Favoriten-Festival zeigten die Absolventen der Berliner HfS Ernst Busch, der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und des Institutes für angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, was mit Tanz zum Thema Zeit alles möglich sein kann.

Das Publikum knusperte Snacks und trank Cola und Bier, während die tanzenden Menschen auf der Bühne die Zeit scheinbar anhielten - gemeinsam mit Verbündeten, Rentnern, Geflüchteten, Kindern, Arbeitslosen und anderen Künstlern, die das Tanzen nie gelernt haben.