Diebe und Vandalen am Phoenixsee und Hohenbuschei in Dortmund

Ein Sicherheitsdienst fährt und geht ganztägig Streife an den öffentlich zugänglichen Orten am Dortmunder Phoenix-See. Fotos: Helmuth Voßgraff (WAZ FotoPool)
Ein Sicherheitsdienst fährt und geht ganztägig Streife an den öffentlich zugänglichen Orten am Dortmunder Phoenix-See. Fotos: Helmuth Voßgraff (WAZ FotoPool)
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Dortmund.. Der finanzielle Schaden ist die eine Seite. Der Ärger die andere - und der kostet reichlich Nerven. Fast alle Häuslebauer, die damit begonnen haben, ihr Eigenheim auf dem Areal Hohenbuschei in Dortmund-Brackel zu errichten, haben bereits Besuch bekommen: Vor allem nachts kommen Diebe und Einbrecher.

Thorsten Luchs, einer der Bauherren auf Hohenbuschei in Dortmund-Brackel, hat sich vor kurzem mit Nachbarn zusammengeschlossen, die die Nase voll haben. Mittlerweile zählt die Gruppe rund 50 Köpfe. Unterstützt wird der Zusammenschluss von der Projektgesellschaft Hohenbuschei. Gemeinsam wurde ein Sicherheitsdienst engagiert, der seit Anfang Juli auf dem Gelände patrouilliert. Die Projektgesellschaft hat alle (neuen) Bauherren angeschrieben und auf die Initiative der Eigenheimer hingewiesen.

Thorsten Luchs: „Jeder zahlt einmalig 150 Euro.“ Außerdem werfe mittlerweile jeder neue Siedler auch schon mal ein Auge auf das Nachbargrundstück.

Bei Luchs selbst wurde beispielsweise ins Haus eingebrochen: ein Badezimmerfenster wurde zerstört, die Unbekannten versuchten, einen Heizkörper von der Wand zu reißen. „Wir sind zwar versichert. Aber wir zahlen eine Eigenbeteiligung. Und was am meisten nervt, ist die Lauferei und Warterei, die folgt. Ich muss sechs Wochen auf Ersatzfenster warten. Bis dahin können auch Wandschäden nicht beseitigt werden..“ Die „Rennerei und Schreiberei“ (Polizei, Versicherungen, Handwerker) sei enorm.

Einfach nur dreist

So wie auf dem Areal Phoenixsee, müsse man auch auf Hohenbuschei staunend zur Kenntnis nehmen, wie dreist Neugierige auf Privatgelände eindringen, berichtet Luchs: „Neulich - es war heiß und die Haustür daher offen - kamen Leute einfach ins Haus und gingen auch die Treppe nach oben.“ So gut wie alle Nachbarn hätten bereits ungebetenen Besuch erhalten.

Am Phoenixsee, wo seit Wochen auch Privathäuser gebaut werden, sorgt ein Sicherheitsdienst für „Aufsicht im öffentlichen Raum“. Tagsüber laufen zwei Einzelstreifen, am Wochenende und nachts zwei Doppelstreifen.

Allerdings haben sie nicht die Aufgabe, das Baugebiet für Einfamilienhäuser zu sichern. Tanja Vock, Sprecherin der Phoenixsee-Entwicklungsgesellschaft: „Natürlich alarmieren sie die Polizei, wenn sie etwas Verdächtiges sichten. Das ist auch schon passiert.“ 50 Baugenehmigungen für die ersten Privathäuser am Phoenixsee sind schon erteilt, die nächsten zehn in Arbeit.

 
 

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