Die Zwei vonne Südtribüne haben für alles ein Problem bei RuhrHochdeutsch in Dortmund

Dortmund. Seit Jahren gehören Die Zwei vonne Südtribüne zu den Kultfiguren des Geierabends. Nun feierte ihr erstes abendfüllendes Programm Premiere bei RuhrHOCHdeutsch im Spiegelzelt am Dortmunder U.

Die Zwei vonne Südtribüne kümmern sich um Fußballweisheiten und Bierphilosophien. Dabei ergeht es ihnen nicht anders als ihrer Lieblingsmannschaft: Besonders das schnelle Spiel liegt ihnen. Freud und Leid lagen in den letzten Jahren für Borussen oft nah beieinander, was Lollos (Franziska Mense-Moritz) und Immis (Hans Martin Eichmann) Rückblick zeigt, den dieses in Teilen neu bearbeitete Best of, wie immer getextet und inszeniert von Günter Rückert, darstellt.

Dabei wären die gewonnenen Meisterschaft und der gelungene Saisonauftakt eigentlich ein Grund für Jubelarien, aber: „Immi, mein Freund, es gibt doch immer für alles ein Problem.“ Noch immer nicht vergessen die Zeit, als „das Geld im Niebaumland verschwunden und das Stadion vermeiert“ war. Oder die Saison 09/10 in der Borussia „fast europädisch war“, hätte der HSV nicht in der Nachspielzeit ein Abseitstor erzielt: „Vier Hamburger im Abseits. Vier ist ja ganz nah an sechs, das war also quasi die halbe Mannschaft.“

Kein Wunder also, dass unter den Borussen immer zahlreicher Pessimisten sind: „Nimm mal die alten Römer, der Abstieg fing ganz harmlos an: Mit einer Auswärtsniederlage bei Arminia Bielefeld auf der Teutoburger Alm.“ Und ja, sicher, nehmen die zwei immer wieder noch einen, obwohl: „Keine Ahnung, ob Alkohol die Antwort ist. Wir haben die Frage sowieso vergessen.“ Gegen Ende nahmen sie dann auch das Tempo aus dem Spiel und erinnerten sich, wie Fußball früher einmal war. „Es gab nur zwei Arten von Verletzung: glatter Bruch und Splitterbruch.“

Dadurch kamen Lollo und Immi aber auch ein wenig selbst aus dem Tritt, denn das Beklagen des „Alkoholmissbrauchs“ bei der Meisterfeier, dadurch dass die Mannschat literweise Bier in die Gullies kippte, geriet diesmal leider nicht so leidenschaftlich wie noch beim Sommerspecial des Geierabends.

 
 

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