Die Ruhrwirtschaft zeigt sich optimistisch

Der Optimismus kehrt zurück: Die Unternehmen im Ruhrgebiet blicken positiver als noch im letzten Herbst in die Zukunft. Die Konjunkturlage sei insgesamt stabil, lautet die Botschaft der Ruhrgebiets-IHKs bei der Vorlage des aktuellen Lageberichts der Ruhrwirtschaft. Doch es gab auch Kritikpunkte.

Dortmund. "Die Konjunktur im Ruhrgebiet steht zu Beginn des Jahres 2013 gefestigt da. Der IHK-Konjunkturklima-Index ist von 103 auf 108 Punkte gestiegen", erklärte der Dortmunder IHK-Präsident Udo Dolezych. Die Dortmunder IHK hat in diesem Jahr die Federführung für die germeinsame Politik der Ruhrgebietskammern.

An der Umfrage der Ruhrgebietskammern haben mehr als 900 Unternehmen mit insgesamt fast 133.000 Beschäftigten teilgenommen. Ein Drittel der Firmen beurteilte dabei die aktuelle Lage als gut, mehr als die Hälfte befriedigend und jede siebte als schlecht. Für die nähere Zukunft erwarten quer durch alle Wirtschaftsbereiche mehr Unternehmen gleich gut oder sogar besser laufenden Geschäfte als noch vor wenigen Monaten.

Energiepreise machen Sorge

Hauptmotor der positiven Entwicklung ist der Export. Eine möglicherweise nachlassende Inlandsnachfrage gehört dagegen neben steigenden Energie- und Rohstoffpreisen zu den Hauptsorgen.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt gehen die Unternehmen von einem gleichbleibenden oder sogar leicht steigenden Beschäftigungsniveau aus. Immerhin: Jedes fünfte Unternehmen sieht den Fachkräftemangel als ein großes Risiko für seine wirtschaftliche Entwicklung.

Kritik an Gewerbesteuer

Hauptkritikpunkt der Wirtschaftsvertreter war die Entwicklung der Gewerbesteuer, die in Dortmund zu Beginn des Jahres deutlich erhöht worden war. Fast in allen Städten des Ruhrgebiets lägen die Hebesätze über dem Durchschnitt in NRW. Auch mit Blick auf die niedrigeren Vergleichswerte in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln oder Hannover sei die Gewerbesteuer ein Standort-Nachteil für die Unternehmen im Ruhrgebiet.


Von Oliver Volmerich