„Die Neutralität möchte ich wahren“

Michael Kohlstadt
Gerd Bollermann (SPD), Landtagsabgeordneter NRW, Regierungspräsident Arnsberg
Gerd Bollermann (SPD), Landtagsabgeordneter NRW, Regierungspräsident Arnsberg
Foto: WP

Dortmund. Heute ist er noch einmal in Düsseldorf. Gerd Bollermann nimmt Abschied, als Landtagsabgeordneter und vom manchmal aufgeladenen Politikbetrieb in der Landeshauptstadt am Rhein. Der neue Job führt den 61-Jährigen raus aus großstädtischen Gefilden und rein in die Idylle des Arnsberger Waldes. Dort wird der Dortmunder SPD-Politiker morgen seine Aufwartung machen. Am Mittwoch tritt er in Arnsberg sein Amt als Regierungspräsident an. Bollermann löst Helmut Diegel ab. Nach fünf Jahren CDU-Regentschaft übernimmt die auch für Dortmund zuständige Kommunalaufsicht also wieder ein SPD-Mann.

Seine Parteiämter im Unterbezirk wird Gerd Bollermann übrigens genauso niederlegen wie sein langjähriges Landtagsmandat. Schatzmeister seiner Partei und damit Mitglied im geschäftsführenden Vorstand wird er nicht mehr sein. An Sitzungen nimmt er schon jetzt nicht mehr teil. „In meinem neuen Amt bedarf es der Neutralität. Und die möchte ich wahren“, betonte Bollermann gestern gegenüber der WAZ. Als Schatzmeister-Nachfolger ist, wie berichtet, Kämmerer Jörg Stüdemann im Gespräch. Bollermanns Landtagsmandat wird die Dortmunder SPD aber wohl verlieren. Im Parlament rückt ein Genosse aus dem Münsterland nach. Die Zuständigkeit für den Wahlbezirk 114 (Hörde, Hombruch, Lütgendortmund) übernehmen die verbleibenden SPD-Landespolitiker Nadja Lüders, Gerda Kieninger und Armin Jahl.

Seine letzte Tätigkeit im Wahlkreis wird Bollermann schon im neuen Amt ausüben. Am kommenden Sonntag wandert er durch Hörde (Start um 10.30 Uhr an der Tankstelle Wittbräucker Straße/Ecke Berghofer Straße).