Die fünf wichtigsten Fakten zu Dortmunds Haushalt

Gaby Kolle
Das Dortmunder Rathaus von oben. Der Kämmerer legt einen genehmigungsfähigen Haushalt 2016 vor.
Das Dortmunder Rathaus von oben. Der Kämmerer legt einen genehmigungsfähigen Haushalt 2016 vor.
Foto: Oskar Neubauer
Auch wenn die Unterbringung von Flüchtlingen große Herausforderungen an den Haushalt 2016 stellt, legte Dortmunds Kämmerer und Stadtdirektor Jörg Stüdemann dem Rat am Donnerstag einen genehmigungsfähigen Haushalt vor. Und er kommt dabei dieses Mal ohne Steuererhöhungen aus.

Dortmund. Fast 2,3 Milliarden Euro Ausgaben, ein Haushaltsloch von 66,5 Millionen und damit knapp 15 Millionen vom Puffer zur Haushaltssicherung entfernt - das sind die wichtigsten Eckdaten des Etatentwurfs 2016. Mit diesen Zahlen ist das 1155 Seiten starke Werk genehmigungsfähig.

Dortmunds Kämmerer Jörg Stüdemann spricht von einem "sehr couragierten Haushalt", der nicht gravierend anders sei als der von 2015. Neu hinzugekommen sind die explodierenden Ausgaben für Flüchtlinge. Diese zusätzlichen Belastungen machen drei bis vier Prozent des Haushalts aus. Der Bund hilft, auch wenn noch nicht klar ist, ob das am Ende reicht.

Trotz dieser "immensen Belastung", so der Kämmerer, kann die Stadt weiter in Bildung und Bildungsinstitutionen investieren, die Wirtschaftsförderung stärken, eine aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben und Dortmund attraktiver machen. Mit den Berufskollegs hinterm U-Turm wird einer der größten Berufskolleg-Komplexe Deutschlands im nächsten Jahr eröffnet. Das Kita-Ausbauprogramm geht weiter, ebenso die Schaffung von Räumen für die Offene Ganztagsschule. Im Sportbereich wird das Kunstrasenprogramm fortgeschrieben, und auch eine Investition für das Westbad wird es geben, in Dorstfeld oder im Revierpark Wischlingen. Stüdemann: "Alle Projekte, die wir uns vorgenommen haben, machen wir."

Gleichzeitig steigen aber auch die Schulden - trotz zwei Konsolidierungsrunden im laufenden Jahr mit einer teils strukturellen Ersparnis von fast 45 Millionen Euro für 2016.

1. Wie hoch sind Dortmunds Schulden?