DFB-Fußballmuseum gewährt in Dortmund viele architektonische und inhaltliche Einblicke

Eine Computersimulationen des DFB-Fußballmuseum auf Dortmunds Banhofsvorplatz.
Eine Computersimulationen des DFB-Fußballmuseum auf Dortmunds Banhofsvorplatz.
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.. Am Mittwoch präsentiertem die Stiftung den Architekturentwurf für das DFB-Fußballmuseum in Dortmund. Dies soll ab Mitte 2014 auf dem Bahnhofsvorplatz viele Einblicke von außen gewähren. Transparenz soll auch das Foyer kennzeichnen.

Dortmunds OB Ullrich Sierau blieb bei der Präsentation des Architekturentwurfs für das DFB-Fußballmuseum in der Fußballersprache: Mit seinem Entwurf fürs Nationale Fußballmuseum auf dem Platz des jetzigen Busbahnhofs habe das Düsseldorfer Büro HPP (Hentrich-Petschnigg & Partner) „einen Treffer gelandet.“ Einen Schuss in den Torwinkel, sozusagen.

Knapp 20 Meter hoch, 100 Meter lang und 25 Meter breit soll das DFB-Museum zur Landmarke werden, „zu einer Ikone“, wie Gerhard G. Feldmeyer von HPP formulierte. Um dann im besten Architektendeutsch von der „sprechenden Fassade“ zu schwärmen; eine perforierte Metallhülle, die durch austauschbare Bannergrafiken bespielt wird. Das Erdgeschoss präsentiert sich als eine von Tageslicht durchflutete und von außen einsehbare Passage; ein öffentlicher Raum mit Foyer, Gastronomie, Multifunktionsarena und Wechselausstellung.

Oben drüber: eine dem Anschein nach schwebende Box mit allen Dauerausstellungen. Das, so Sierau, sei ein Entwurf, der das von Triad entwickelte Ausstellungskonzept mit seiner gesamten multifunktionalen Welt am besten umsetze. „Schöne Entwürfe, die nicht baubar sind, helfen uns nicht weiter“, spielte Sierau, im Vorleben Planungsdezernent der Stadt, auf das mühselige Auswahlverfahren unter allen 24 Wettbewerbsteilnehmern an.

Vor allem aber haben DFB, HPP und der OB als Vertreter der Stadt sich darauf eingeschworen, dass es beim veranschlagten Rahmen von 36 Mio. Euro (darunter 14,5 Mio. Baukosten) bleiben soll. Bleiben muss. Auch dafür stehe der Entwurf von HPP. Mehr noch: HPP habe geradezu den Ehrgeiz, den Kostenrahmen nicht zu überschreiten. Sierau: „Ich bin es leid, über Baukostensteigerungen zu diskutieren.“

Die architektonische Blaupause also ist gefunden. Und wie geht’s weiter? Nach der Verfeinerung des Entwurfs und anschließender Bauausschreibung soll im „2. oder 3. Quartal 2012“ (Gerhard Feldmeyer) der Anpfiff für den Bau des DFB-Museums folgen. Mitte 2014 dann soll das rund 7000 qm große Gebäude die Türen öffnen.

Und innen? Wird der Fan durch eine einzigartige mediale Guck-, Staun- und Mitmachlandschaft geführt, die ihm das Gefühl vermitteln soll, hautnah dabei zu sein: bei der virtuellen Kabinenpredigt des Trainers, beim Einlaufen ins Stadion. Der Fußball, ganz gleich ob Nationalteams oder Vereinsmannschaften, bekommt in Dortmund eine neue Heimat.

Die Stadt beteiligt sich nicht an den Baukosten, spielt aber möglicherweise bei den Betriebskosten mit. Verluste, wenn sie denn auftreten sollten im Nationalen Fußballtempel, tragen Stadt und Deutscher Fußballbund (DFB) je zur Hälfte – wobei der DFB sein Risiko auf 250 000 Euro begrenzt. Die Stadt hat ihr Busbahnhof-Gelände eingebracht ins große Ganze und muss, so die Vereinbarung, 300 000 Euro Sponsorengeld einwerben. Die Baukosten (inklusive Interieur) tragen andere: Den Löwenanteil überweist mit 18,5 Millionen Euro das Land; 7,9 Millionen Euro speist der DFB ein, rund 10 Mio. Euro sollen aus Kassen von Sponsoren fließen.

 

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