Der Tag, als Dortmund im Bomben-Inferno unterging

1000 Bomber, 5000 Tonnen Sprengstoff - und fast 900 Tote: Am 12. März 1945 wurde das alte Dortmund beim schwersten Luftangriff des Zweiten Weltkriegs komplett zerstört. Zum 70. Jahrestag zeigen wir in Videos und Bildern, wie die Dortmunder das Inferno erlebten.

Dortmund.. Als der britische Rundfunk am Abend des 12. März 1945 den "gewaltigsten aller Luftangriffe des gesamten Weltkriegs auf eine deutsche Stadt" meldet, ist Dortmund nur noch ein Trümmermeer. Wenige Stunden zuvor haben über 1000 Bomber fast 5000 Tonnen Bomben über der Stadt abgeworfen.

Gegen 16 Uhr heulen am 12. März, einem Montag, die Sirenen.Eine knappe halbe Stunde später beginnt für die Dortmunder ein wahres Inferno.

So erinnern sich Zeitzeugen an den Angriff: Vor allem südliche Innenstadt wird getroffen

Vor allem der südliche Teil der Innenstadt ist schwer getroffen. Feuer und rauchende Trümmer empfangen die Überlebenden, die geschockt aus den Bunkern und Stollen krabbeln. Britische Quellen nennen am Ende fast 900 Todesopfer und 2358 Schwerverletzte. Eine genaue Zahl lässt sich allerdings nicht ermitteln. Zahlreiche Opfer gab es unter anderem im Kriegsgefangenenlager an der Westfalenhalle.

Dass es nicht so viele Tote wie wenige Wochen zuvor beim Angriff auf Dresden gab, war nur dem Umstand zu verdanken, dass viele Dortmunder inzwischen die Stadt verlassen hatten und Zuflucht in Bunkern hier geübter Alltag war.

Eine Zeitzeugin erinnert an das Leben mit der ständigen Gefahr von oben: Vorbereitung für den Einmarsch

Ziel des Luftangriffs am 12. März 1945 war einzig und allein, das ohnehin schon bestehende Chaos zu vergrößern, erklärt ein britischer Offizier später. Der Verteidigungswille sollte gebrochen, der Boden für den Einmarsch der Alliierten bereitet werden, der wenigen Wochen später mit dem Vorstoß amerikanischer Truppen ins Ruhrgebiet begann. Mitte April war Dortmund schließlich befreit.

Wir werden im April mit einem mehrtägigen historischen "Live-Ticker" die Befreiung Dortmunds nachzeichnen.

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