Der Saufraum bleibt ein Saufraum

Peter Ring
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Dortmund.  Das monatelange Hin- und Her um den so genannten Trinkerraum für die Dortmunder Nordstadt scheint vorerst beendet. Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung fiel am Donnerstag Abend die Entscheidung. Der Saufraum soll kommen - und die Besucher sollen weiterhin die Möglichkeit haben, sich selbst alkoholische Getränke mitzubringen.

Nach der ablehnenden Haltung möglicher Freier Träger beziehungsweise etablierter Wohlfahrtsverbände der Stadt und weiten Teilen der SPD zu dem Projekt hatte Wilhelm Steitz die Vorlage zur Ausschreibung für einen Träger so aufgeweicht, dass auch Träger guten Gewissens mit ins Boot kommen könnten, die Alkohol aus dem Treffpunkt verbannen möchten.

Weil der Treffpunkt aber ursprünglich für Alkoholikerinnen und Alkoholiker gedacht war, die man in der Nordstadt von der Straße und den Plätzen holen will, ging die Aufweichung der Vorlage der Ratsmehrheit zu weit. CDU, Grüne, FDP, Linke sorgten dafür, dass der Passus wieder aus der Ausschreibung gestrichen wurde. Nun soll für das neue soziale Angebot nach dem Kieler Vorbild die Ausschreibung raus.

Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz sei optimistisch, einen freien Träger für das Betreuungsprojekt zu finden. Er deutete an, dass es schon einen Interessenten gebe.

Die Stadt will das auf zwei Jahre angelegte Modellprojekt mit rund 237 000 Euro bezuschussen.