Der Neue in Arnsberg

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Begrüßungsansprache des neuen Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann in Arnsberg. Foto: Bezirksregierung
Begrüßungsansprache des neuen Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann in Arnsberg. Foto: Bezirksregierung
Foto: privat

Dortmund/Arnsberg. Er spannte einen weiten Bogen und ging mit demonstrativen Worten auf die Mitarbeiter zu. Sie seien „das Salz in der Suppe“, warb Dr. Gerd Bollermann, der am Mittwoch seinen Dienst als neuer Regierungspräsident in Arnsberg antrat.

Der „bekennende BVB-Fan“ Bollermann, der sich als „tolerant gegenüber Anhängern von Schalke 04“ auswies, unterstrich, dass er „für den Weg der Erneuerung“ stehe, den die neue rot-grüne Landesregierung vereinbart habe. Er sehe sich als „Anwalt der Kommunen“, die ihre finanziellen Probleme nicht alle selbst verursacht hätten.

Als zwei Schwerpunkte seiner Arbeit sprach der Dortmunder die Entwicklung eines „zukunftsorientierten Schulsystems“ und die Wirtschaftspolitik an. Es gehe darum die heimische mittelständische geprägte Wirtschaft stärker zu internationalisieren. Hierzu müsse die lokale Ökonomie stärker mit den örtlichen Forschungs- und Bildungsreinrichtungen vernetzt werden. Die Zusammenarbeit von Mittelstand und Handwerk mit den Hochschulen der Region müsse verbessert werden.

Eine ganz klare Absage machte Bollermann zu den Planungen, die Zahl der Regierungsbezirke in NRW von fünf auf drei zu reduziere: So wie es die rot-grüne Koalition in Düsseldorf verabredet habe, bleibe es bei fünf Bezirken: „Die Diskussion ist damit endgültig vom Tisch. Zur Erinnerung: Auch heimische Wirtschaftsorganisationen wie die IHK zu Dortmund waren Sturm gelaufen gegen die Pläne, die von der Wirtschaftskraft sehr unterschiedliche Bezirke geschaffen hätte.

In seiner Funktion ist Bollermann nun Chef von über 200 Mitarbeitern in Arnsberg und den Außenstellen des Regierungspräsidiums, zu denen auch die Beschäftigen im ehemaligen Oberbergamt in der Dortmunder Goeben-straße gehören.