Der mit dem Feuer tanzt

Jugend Feuer Conventon in Dortmund. Am Fritz Henßler Haus hatten Jugendliche die Gelegenheit, bei einem Workshop rund um das Thema Feuershow, Schwertkampf und Performance mit zu machen.
Jugend Feuer Conventon in Dortmund. Am Fritz Henßler Haus hatten Jugendliche die Gelegenheit, bei einem Workshop rund um das Thema Feuershow, Schwertkampf und Performance mit zu machen.
Foto: Ralf Rottmann
Faszination Feuer: Rund 25 Teilnehmer von JuFeu-Con, der Jugend Feuer Convention, folgten am Wochenende rund um das Henßler-Haus der Einladung des Vereins Feuerpädagogik, zwölf Stunden mit dem Element Feuer zu verbringen.

Dortmund.  Zunächst zögerlich hielt David die brennende Fackel in der Hand, dann löschte der 13-Jährige Schüler beherzt die Flamme im Mund. Brausender Applaus im Park des Fritz-Henßler-Hauses. Der Dortmunder Junge gehörte zu insgesamt 25 Teilnehmern von JuFeuCon, der Jugend Feuer Convention. Tut das weh oder hast du dir die Zunge verbrannt? „Nö, überhaupt nicht“, meinte David später stolz. Na klar, gewusst wie. Oder: gelernt ist gelernt.

Der Verein Feuerpädagogik hatte Interessierte eingeladen, zwölf Stunden mit dem Element Feuer zu verbringen. Mit Workshops zu verschiedensten Feuerkünsten wie Feuerspucken, Feuerschlucken, Stabspiel, Kampf mit brennenden Schwertern, Feuerketten (Poi) und wie eine flammende Show wirksam und effektvoll präsentiert wird. Die nicht zu vernachlässigenden Themen Sicherheit und Umweltschutz gehörten ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.

Schritt für Schritt ging’s weiter im Training

Um die Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren bemühten sich 13 Mitglieder vom Verein Feuerpädagogik. Vorsitzender Michael Kreiker, ein ausgebildeter Sozialpädagoge: „Zunächst nähern wir uns an das Feuer und versuchen, eventuell vorhandene Berührungsängste abzubauen“. Schritt für Schritt ging’s weiter im Training. Kennenlernen der vielseitigen Requisiten und üben, üben und noch mal üben.

Jeder suchte sich seinen eigenen Schwerpunkt

Noch ohne Feuer wirbelten die Stäbe, Schwerter und Ketten über den Rücken oder durch die Luft. Ein großes Lagerfeuer brannte, über dem zur Mittagspause die Suppe aufgewärmt wurde. Jeder aus dem Kreis der 25 Teilnehmer suchte sich nach und nach seinen persönlichen Schwerpunkt aus, um fit zu sein für das vorgesehene gemeinsame abendliche Showerlebnis. „Feuer ist für mich ein ganz tolles Hobby“, versicherte Sarah ein wenig erschöpft nach einer Trocken-Trainingspause. „Nur wer mit Feuer umgehen kann, kennt auch die Risiken“, ist die Devise von Michael Kreiker.

Nach Einbruch der Dunkelheit und der ersten Vorstellung für die inzwischen dazu gekommenen Freunde, Freundinnen und Eltern kannte der Feuereifer keine Grenzen mehr.

 
 

EURE FAVORITEN