Der Erfinder des Atlas

Im MKK wird am Freitag, 9. März 2012, die Ausstellung "500 Jahre Gerhard Mercator", eine Reise durch 500 Jahre Kartographie, eröffnet. Kurator der Ausstellung ist der Dortmunder Ingo von Stillfried. Foto: Franz Luthe
Im MKK wird am Freitag, 9. März 2012, die Ausstellung "500 Jahre Gerhard Mercator", eine Reise durch 500 Jahre Kartographie, eröffnet. Kurator der Ausstellung ist der Dortmunder Ingo von Stillfried. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
Die Welt feiert das Mercator-Jahr - 500 Jahre alt wäre der Kartograph in diesem Jahr geworden. Das Museum für Kunst- und Kultrugeschichte in Dortmund widmet dem Erfinder des Atlas eine Ausstellung.

Dortmund.. Sein Schaffen erinnert an die Vermessung der Welt. An den Erdkundeunterricht, wo die braunen Atlanten auf den Tisch kamen. Jeder, der mit dem Finger auf dem Globus über die Erde reiste, jeder aber auch, der heute digitales Kartenmaterial im Navi nutzt, schafft letztlich eine Verbindung zu Gerhard Mercator.

Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte widmet dem Universalgelehrten, der in dieser Woche 500 Jahre alt geworden wäre, eine eigene Ausstellung. Eine Reise durch 500 Jahre Kartographie – mit Spannungsbogen bis heute. „Denn so alltäglich es ist, das Phänomen der Landkarten“, reicht es doch, so der Städtische Museumsdirektor Wolfgang Weick, bis in die heutige Zeit. Und eben darum, sagt der Kurator der Schau, Ingo von Stillfried, geht es: „Was will uns dieser Mensch heute noch sagen?“

Im Großen und Ganzen: Wo es lang geht. Auf dem Erdball. Ein wesentlicher Teil des Erbes Mercators ist sein kartographisches Werk. Und ohne ihn hieße der „Atlas“ heute nicht so. Auch erfand Mercator das bis heute in der Navigation verwendete Koordinatensystem. Und die ebenfalls von ihm erfundene Projektion der Erdkugel auf ein Stück Papier revolutionierte letztlich die Navigation auf See.

Über 40 Leihgeber plus das Vermessungstechnische Museum e.V. haben mehr als 500 Exponate zusammengetragen, darunter 300 historische und neue Karten, über 40 Globen und mehr als 30 Atlanten, inklusive des Original-Atlas Mercators aus dem Jahr 1595, in dem er die Erschaffung der Welt kartographisch beschreiben wollte.

Es ist eine Ausstellung mit Werkstatt-Atmosphäre. Die Besucher können Platz nehmen an Arbeitstischen und das Licht nüchterner Schreibtischlampen auf die teils handkolorierten Karten richten. Sie können – virtuell – im Originalatlas blättern. Die Entwicklung des Ruhrgebietes in fünf Zeitfenstern durchlaufen. Die Erdkugel unterschiedlichster Epochen drehen. Es ist eine Ausstellung, die durchaus ins Museum gehört, die aber lange nicht „von gestern“ ist. Dass es dazu einen themenbezogenen Geo-Cache geben wird, sollte Beweis genug sein...

EURE FAVORITEN