Der Dortmunder Zoo hat sein erstes Nashorn-Baby

Noch süß, bald gewaltig: das erste Nashornbaby im Dortmunder Zoo.
Noch süß, bald gewaltig: das erste Nashornbaby im Dortmunder Zoo.
Foto: Nils Foltynowicz
Der Dortmunder Zoo hat einen neuen Jungstar: Das erste Breitmaulnashorn-Baby in der Geschichte der Stadt ist Ostermontag geboren worden. Es ist eines von nur drei in ganz Europa. Die kleine Nashorndame kam mitten in der Nacht zur Welt — aber einen Namen gibt es noch nicht.

Dortmund.. Als Tierpfleger Mike Pernau am Ostermontag morgens um 7 Uhr zum Dienst im Dortmunder Zoo antrat, warnte ihn die Kollegin aus der Futterküche schon vor: "Ich habe ein Piepen im Stall gehört". Pernau eilte in den Stall und wurde dort sofort von Nashorn-Dame Shakina angebrüllt. Die junge Mutter wollte ihren Nachwuchs schützen, der schon eine halbe Stunde später munter ihre Milch schmatzte. Für den Pfleger das Signal: "Alles in Ordnung mit Mutter und Kind".


Die beiden anderen Nashorndamen aus der Gruppe, Natala und Jasira waren allerdings irritiert aufgrund der Unfreundlichkeit ihrer Artgenossin. Und auch Bulle Amari, der Vater des Babys hatte mitgekriegt, das etwas im Busch war. Er lief am Schieber auf und ab. Schnell aber hatte sich alles beruhigt, und Shakina, trotz ihres jungen Alters von achteinhalb Jahren, erweist sich als Supermutter.


Sie schützt ihr Kleines vor fremden Blicken, in dem sie sich immer wieder davorstellt. Um den beiden Ruhe und Erholung zu gönnen, sind Mutter und Kind für die Öffentlichkeit erst einmal gar nicht oder zum Wochenende nur stundenweise zu sehen. Der Zoo ist bemüht, einen Monitor anzubringen, damit Besucher einen Blick auf die beiden werfen können.

Langer Weg von Afrika nach Dortmund

Noch hat das hornlose Mini-Nashorn keinen Namen, doch es gibt bereits einen interessierten Paten.

Mutter Shakina kam 2009 zusammen mit Jasira im Dortmunder Zoo an. Geboren wurden beide auf der "Mafunyane Game Farm" in Südafrika. Damals waren die Tiere dreieinhalb Jahre alt. Die schwere Fracht (jedes Tier wog mit Kiste dreieinhalb Tonnen) flog von Johannesburg nach Luxemburg. Von dort ging's in einem Spezialtransporter weiter nach Dortmund.

Amari, der Vater des Babys, ist fast neun Jahre alt. Er wurde 2005 im Zoo Erfurt geboren. Seit 2011 ist er in Dortmund. Momentan lebt er im Nachbargehege.

 
 

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