Der Arche 90 geht das Katzenfutter aus

Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. Wohin mit all den Findelkatzen? Dortmunds Katzenfreunde haben die Grenze des Möglichen erreicht: Das Katzenhaus ist voll, der Katzenschutzverein findet kaum noch Pflegestellen, die Arche 90 bittet dringend um Futterspenden.

Alles für die Katz': Auch wenn sich Dortmunds Tierschützer und Tierfreunde ins Zeug legen, werden sie der großen Zahl an Fund- und Abgabekatzen kaum noch Herr. Das Katzenhaus im Tierschutzzentrum Hallerey ist wegen Überfüllung geschlossen - der Katzenschutzverein bestückt Dutzende von Pflegestellen - die Arche 90 bittet für ihre zurzeit 43 Pflegekatzen um Futterspenden.

Vernachlässigt und völlig abgemagert

Hinter jeder Mieze ein Schicksal: Da wurde zum Beispiel jüngst eine vernachlässigte Katze in einer Wohnung gefunden, viele Tage ohne Futter und Wasser eingesperrt, knapp noch über ein Kilo schwer. Alle diese Katzen suchen ein neues Zuhause. Nicht alle sind Sofatiger: Einige haben einen so großen Freiheitsdrang, dass zum Beispiel das Tierschutzzentrum sie tatsächlich nur „ländlich” vermitteln will, auf Bauernhöfe oder in Pferdeställe.

10 Tonnen Streu im Jahr

Ebenfalls gemeinsam haben sie natürlich auch täglich Hunger. Allein im Tierschutzzentrum Hallerey werden pro Jahr an die 1300 Dosen Nassfutter, 650 Kilo Trockenfutter und 10 000 Kilo Streu für die Katzen eingerechnet. Die Tierschutzorganisation Arche 90 bittet jetzt sogar dringend um Futterspenden; auch der Dortmunder Katzenschutz freut sich über Kittekat und Co.. „Am liebsten Dosenfutter, da wir viele ältere Tiere versorgen müssen”, erklärt Arche 90-Pressesprecherin Gabi Bayer.

 
 

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