Demos, Mayday, BVB - viel Arbeit für Dortmunder Polizei

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Dortmund. Demos von Rechts und Links, Mayday, Rock in den Ruinen, BVB-Heimspiel: Hunderttausende bescheren der Polizei Dortmund heute und morgen viel Arbeit. Es gebe aber keine Anzeichen, dass am Samstag wieder Übergriffe von Rechtsradikalen auf Teilnehmer der 1.-Mai-Kundgebungen wie 2009 drohen.

Angesichts von mehr als 65 Veranstaltungen (die Polizei muss 33 davon aus Sicherheitsgründen begleiten) in Dortmund an diesem Wochenende rät die Behörde, heute und morgen das Auto stehen zu lassen. Wobei der "Tag der Arbeit" am 1. Mai 2010 für tausende Beamten zu einem arbeitsreichen Tag wird. Sie rechnen mit mehreren zehntausend Menschen auf den Straßen in Dortmund. Erfahrungsgemäß reisen viele aus Nah und Fern mit dem Pkw an. Versammlungen in der Innenstadt, im Westfalenpark (der DGB-Marsch mit Familienfest), den einzelnen Stadtteilen und das Bundesligaspiel des BVB gegen Wolfsburg werden die vorhandenen Parkflächen am Samstag überlasten.

Unter dem Motto "Wandern statt Autofahren", welches traditionsgemäß am 1. Mai von vielen Menschen beherzigt wird, bittet die Polizei Dortmund alle Teilnehmer, am heutigen Freitag und morgigen Samstag weitgehend auf ihr Auto zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Schon heute gilt am Hauptbahnhof durch zwei Demonstrationszüge der rechten und linken Szene erhöhte Aufmerksamkeit.

Bürger, die ihre Anreise nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen können, müssen mit erheblichen Verkehrsstörungen und längeren Anreisezeiten rechnen. Auch die begrenzten Parkmöglichkeiten im Bereich der Innenstadt, im Umfeld der Westfalenhallen und des Stadions führen zu langen Wartezeiten bei der Parkplatzsuche.

Keine Anzeichen "rechter Attacken"

Bislang gebe es aber "keine konkreten Hinweise" für geplante Attacken von Rechten auf die Veranstaltungen an diesem Wochenende, sagte ein Polizeisprecher in Dortmund der Nachrichtenagentur ddp. Man werde sich jedoch personell auf mögliche Zusammenstöße vorbereiten.

Am 1. Mai vergangenen Jahres hatten rund 300 Rechtsextremisten eine Kundgebung des DGB in Dortmund gestört. Vermummte Personen griffen nach Polizeiangaben mit Holzstangen und Steinen Kundgebungsteilnehmer an. Fünf Polizisten wurden verletzt, sieben Einsatzfahrzeuge beschädigt.

Viele Anklagen

Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Rechtsextremisten vor allem wegen Körperverletzungsdelikten angeklagt - darunter auch die beiden 24 und 26 Jahre alten mutmaßlichen Rädelsführer. Zum Teil wurden die Angeschuldigten auch schon verurteilt.

In diesem Jahr ist in Dortmund eine Kundgebung der IG Metall und des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Westfalenpark geplant. Um 10 Uhr treffen sich rund 3000 Teilnehmer in der Innenstadt, von wo aus sie über die Hohe Straße bis zum DGB-Familienfest im Westfalenpark marschieren wollen. Zudem ist eine Kundgebung der IG Metall mit rund 100 Menschen in Dortmund-Hörde angemeldet.

Mayday und Rock in den Ruinen

Überdies wollen rund 500 bis 600 Techno-Fans zu einem Zug durch die Innenstadt starten. Zur Erinnerung: Am heutigen Freitag werden 25.000Techno-Anhänger zur Mayday in den Westfalenhallen erwartet, die Samstagmorgen um 9 Uhr enden soll.

Nicht zu vergessen das Musik-Festival an der Hohensyburg: Rock in den Ruinen wartet am heutigen Freitag ebenfalls mit einem spektakulären Line-up auf. Auch hierhin werden tausende Musikfans kommen. (mit ddp)

 
 

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