Demo dürfte für Verkehrsbehinderungen im Unionviertel sorgen

Das Blockade-Bündnis "Blockado" ruft für Samstag ab 12 Uhr zur Teilnahme an einer Demonstration gegen rechtsextreme Gewalt auf. Von 150 Teilnehmern ist die Rede. Vom U-Bahnhof Kampstraße geht es über die Rheinische Straße nach Dorstfeld. Zeitweise sind Sperrungen zu erwarten.

Dortmund. Das Blockado-Bündnis ruft im Internet für Samstag (20.8.) zur Teilnahme an einer Demonstration gegen rechtsextreme Gewalt auf. Hintergrund ist der Überfall auf einen Fußgänger am Sonntag (14.8.) an der Nederhoffstraße am Westpark. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das Blockado-Bündnis hat für Samstag ab 12 Uhr eine Demonstration gegen rechtsextreme Gewalt angemeldet. Geplant sind Wort- und Musikbeiträge. Laut Polizei findet eine Kundgebung auf der Freifläche am U-Bahnhof Kampstraße in der Innenstadt statt.

Später ziehen die Antifaschisten - laut Anmelder wird mit 150 Teilnehmern gerechnet - entlang der Rheinischen Straße nach Dorstfeld, wo mehrere Neonazis wohnen. Auf dem Wilhelmplatz soll eine Abschlusskundgebung stattfinden. Das Problem: Die Blockado-Kundgebung ist von 12 bis 20 Uhr angemeldet. Wann genau in dieser Zeit die Teilnehmer durchs Unionviertel ziehen, ist laut Polizei unklar.

Zwei Zwischenkundgebungen auf dem Weg sind geplant

Und dementsprechend auch, wann genau Anwohner und der Durchgangsverkehr mit Beeinträchtigungen rechnen müssen. Auf der Strecke seien "temporäre Sperrungen zu erwarten", sagte am Freitag eine Polizeisprecherin. Allerdings werden immer nur die Streckenabschnitte gesperrt, in denen sich der Demozug gerade bewegt; danach würden die Sperrungen sofort wieder aufgehoben.

Der von der Polizei begleitete Demonstrationszug soll über die Rheinische Straße bis zur Möllerstraße, dann über die Lange Straße führen. An der Ecke Rittershausstraße ist eine erste halbstündige Zwischenkundgebung geplant. Dann geht es wieder zurück auf die Rheinische Straße, wo an der Ecke zur Huckarder Straße eine weitere Zwischenkundgebung stattfinden soll.

Während der Demozug auf diesem Abschnitt unterwegs ist, könne es sein, so die Polizeisprecherin, dass die U-Bahnen 43/44 vorübergehend warten müssen.

Partei "Die Rechte" ruft zur "Mahnwache" auf

Wie groß der Einsatz für die Polizei wird, so die Sprecherin, vermöge man - Stand Freitag - noch nicht abzuschätzen. Gefordert sein wird die Polizei vor allem in Dorstfeld, wo die Blockado-Abschlusskundgebung stattfinden soll.

Denn - zwischen 12 und 18 Uhr - hat dort auch die Partei "Die Rechte" eine "Mahnwache" angemeldet. Die Polizei, so ein Sprecher, werde mit einer "ausreichenden Anzahl an Einsatzkräften" vor Ort sein, um Konfrontationen zwischen den Antifaschisten und Neonazis zu verhindern.

EURE FAVORITEN