Deftige Speise, westfälische Tradition

Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Deftiges Essen, erfrischende Getränke, Musik und gemütliches Beisammensein: Vom 28. September bis 2. Oktober wird zum 17. Mal auf dem Alten Markt einer alten, westfälischen Spezialität, dem Pfefferpotthast, gehuldigt.

Sieben bekannte Dortmunder Gastronomie-Betriebe, die Häuser Thüringer, Hotel Drees, Haus Suberg, Holzknecht, Jägerheim, Eisenbarth und Altes Gasthaus Grube, werden im Festzelt Variationen des Ragouts aus Rindfleisch und Zwiebeln servieren. Zusätzlich gibt es auch noch viele andere gutbürgerliche Gerichte, von Grünkohl bis Wirsingroulade. Für die, die es weniger deftig mögen, gibt es seit diesem Jahr auch einen neuen Punkt auf der Karte – Salat mit Ziegenkäse.

Jeder Gastronomiestand hat zwischen sechs und neun verschiedene Gerichte im Angebot, begleitet von Getränken wie Bier oder Federweißer.

Im Vordergrund steht aber immer noch der Pfefferpotthast. Bereits im Mittelalter hatte er viele Anhänger. 1378 wurde er in Dortmund das erste Mal urkundlich erwähnt und war anschließend stets ein fester Bestandteil der Westfälischen Küche. 1862 nahm es dann eine damalige westfälische Star-Autorin in ihr Buch auf. Henriette Davidis schrieb im Jahr 1845 mit dem „Praktische Kochbuch“ einen Klassiker, der bis in das 20. Jahrhundert hinein von Mutter zu Tochter weitervererbt wurde. Eines ihrer Rezepte war der „Pfeffer-Potthast“.

Das Gericht hat also eine lange Erfolgsgeschichte, das Gelingen des Festes ist beinahe programmiert. Die Vorfreude der Veranstalter auf ein gut gefülltes Festzelt ist zumindest groß.