Dede ist neuer Botschafter der BVB-Stiftung

Eindrücke von der Pressekonferenz mit BVB-Legende Dede.
Eindrücke von der Pressekonferenz mit BVB-Legende Dede.
Foto: Stephan Schütze
Am Samstag bittet BVB-Legende Dede zum Abschied an die Strobelallee. Am Dienstag übernahm er eine neue Aufgabe am Borsigplatz.

Dortmund. Vor seinem Abschiedsspiel am Samstag hat Leonardo Dede eine neue Rolle beim BVB übernommen. Als neuer Botschafter der BVB-Stiftung "leuchte auf" unterstützt Dede allen voran das von Projekt "Youngsters Akademie", eine Kinderredaktion. Die hat ihren Sitz direkt am Borsigplatz, im Haus Nummer 9. Gegenüber, an den Bäumen, flattert am Dienstagnachmittag ein Plakat im Regen. "Hier werden Meister geboren", steht da in schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund.

Drinnen, in der Redaktion, eröffnet Louis Zimmermann, zehn Jahre alt, mit zitternden Beinen seine erste Pressekonferenz. Er sei, sagt er, nicht aufgeregt, weil so viele Reporter gekommen sind. Er sei ja selbst einer - wenn auch ein sehr junger. Er sei aufgeregt, weil neben ihm ein "Mega-Promi" sitze. "Und ich habe noch nie neben einem gesessen". Ein Mega-Promi will Dede aber gar nicht sein. "Ich bin wie jeder andere hier", sagt er und grinst Louis an. Dede ist bescheiden und großzügig, weil er weiß, wie es den Kindern geht, die unter schwierigen Bedingungen am Borsigplatz aufwachsen. Weil er weiß, wo er herkommt.

Dede ist in einer Favela, einem Armenviertel, von Belo Horizonte in Brasilien groß geworden. Er sehe viele Parallelen zu den jungen Menschen vom Borsigplatz. Mit seinem Abschiedsspiel wolle er kein Geld verdienen, sagt Dede. Sondern etwas zurückgeben. "Wir waren doch alle mal Kinder", sagt er. "Es gibt doch nichts Schöneres, als ihnen zu helfen."

Abschiedsspiel am Samstag im Stadion

Bei der Youngsters-Akademie können die Jungen und Mädchen zwischen acht und 14 Jahren als Reporter viele Berufe kennenlernen - und so vielleicht auch einen für sich entdecken. Louis zum Beispiel möchte Youtuber werden, sagt er. Erstmal darf er Dede aber am Samstag bei seinem Abschiedsspiel im Dortmunder Stadion begleiten. Und demnächst wird er ihn wohl auch öfter am Borsigplatz treffen.

 
 

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