Das Tor nach Dortmund wurde am Donnerstag freigegeben

Die Schnettkerbrücke wird am Donnerstag, 31. Mai 2012, offiziell für den Verkehr freigegeben.
Die Schnettkerbrücke wird am Donnerstag, 31. Mai 2012, offiziell für den Verkehr freigegeben.
Foto: WR/Franz Luthe
Nach fast sieben Jahren Bauzeit wurde am Donnerstag die sechsspurige Schnettkerbrücke wieder voll für den Verkehr freigegeben. Allerdings gilt für Pendler: Nach dem Stau ist vor dem Stau. Die A 40 wird bei Essen-Zentrum ab 7. Juli in beide Richtungen für drei Monate gesperrt.

Dortmund.. Da war sie, die doch so seltene Gelegenheit für die Verantwortlichen bei Straßen NRW, den Pendlern der Region mal eine gute Nachricht zu überbringen. Die Schnettkerbrücke – man mag es nach all den Verzögerungen kaum glauben – ist nach fast sieben Jahren Bauzeit endlich fertiggestellt. Heute wurde die Brücke mit dem roten Stahlbogen sowie der sechsspurige Ausbau von fünf B1-Kilometern freigegeben, über die nun 110 000 Autos und Lkw pro Tag rollen werden. Dafür haben Bund und Land insgesamt 99 Millionen Euro in das Ausbaustück investiert.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann, sagte am Donnerstag anlässlich der Freigabe: „Für die Verkehrsteilnehmer der A 40 wird sich die Verkehrssituation auf dieser wichtigen Verbindungsachse des Ruhrgebietes künftig deutlich verbessern. Weniger Unfälle und weniger Verkehrsverlagerungen in das städtische Straßennetz – das sind die konkreten Vorteile für die Anwohner.“

Gute Nachricht verhallt

Der freigegebene Ausbauabschnitt wird in besonderem Maße von der neuen Schnettkerbrücke geprägt. Der Bau der rund 330 Meter langen und 42 Meter breiten Brücke erfolgte unter laufendem Verkehr. Mit dem Einbau einer Taumittelsprühanlage wird die Verkehrssicherheit verbessert und die Befahrbarkeit der Brücke auch bei winterlichen Witterungsbedingungen sichergestellt.

Doch die gute Nachricht verhallt schneller als den Autofahrern des Reviers lieb ist: Die A 40 bleibt auch nach der Freigabe des 99-Millionen-Euro-Projektes künftig eine Baustellen-Autobahn. Nach dem Stau ist nämlich vor dem Stau. Mit Beginn der Sommerferien ab 7. Juli wird der Ruhrschnellweg in Höhe Essen für drei Monate bis zum 30. September vollgesperrt.

A40 drei Monate in Essen gesperrt

In dieser Zeit wird es in Richtung Duisburg zwischen dem Autobahndreieck Essen-Ost und der Ausfahrt Essen-Zentrum sowie in Richtung Dortmund zwischen der Ausfahrt Essen-Zentrum und Essen-Huttrop kein Durchkommen geben. Die A 52 bleibt jedoch weiterhin über die A 40 erreichbar.

„Die Alternative wäre eine Bauzeit von 24 Monaten gewesen, in der es immer wieder zu Sperrungen gekommen wäre. Mit unserer Strategie können wir alle Sanierungsarbeiten an der A 40 auf einen Schlag durchführen“, sagt Bernd Löchter, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Unter anderem werden Fußgängerbrücken instand gesetzt, saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Die Gesamtkosten werden 16 Millionen Euro betragen.

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