Dortmund

Dortmund: Bei Einsatz gegen Clankriminalität – Mann (24) hat seltsamen Wunsch

Die Dortmunder Polizei hat in Dortmund erneut eine Schwerpunktkontrolle gegen Clankriminalität durchgeführt. (Symbolbild)
Die Dortmunder Polizei hat in Dortmund erneut eine Schwerpunktkontrolle gegen Clankriminalität durchgeführt. (Symbolbild)
Foto: Christian Horz / Getty Images/iStockphoto

Dortmund. Die Dortmunder Polizei war am Mittwoch in der Dortmunder Nordstadt mit verstärkter Präsenz vor Ort, um gegen Clankriminalität und andere kriminelle Strukturen vorzugehen. Von mittags bis abends überprüften die Beamten insgesamt 138 Personen und sprachen 28 Platzverweise aus.

Doch als die Beamten die Drogenszene am Keuningpark kontrollierten, stießen sie auf einen hartnäckigen 24-Jährigen. Der Mann wollte einfach nicht hinnehmen, dass sein 19-jähriger Freund mit ins Polizeigewahrsam genommen werden sollte. Der junge Mann kam einem Platzverweis nicht nach und deshalb wollten die Polizisten ihn mit aufs Revier nehmen.

Dortmunder Nordstadt: Ein 24-Jähriger wollte bei einer Kontrolle freiwillig mit ins Polizeigewahrsam genommen werden

Er bat und bettelte. „Da, wo sein Freund hingehe, würde auch er hingehen“: Das soll er den Beamten bei der Kontrolle gesagt haben, teilte die Polizei mit. Die machte andererseits wieder deutlich, dass sein Freund nicht die Nacht im Hotel verbringen würde, sondern im Knast. Doch dieses Argument zog nicht.

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Und so kam es, wie es kommen musste. Auch der 24-Jährige wurde mitgenommen, weil er dem Platzverweis so auch nicht nachkam. Und doch trennte die Polizei die beiden Freunde dann auf der Wache: Beide verbrachten die Nacht in Einzelzellen. „Erst nach ihrer späteren Entlassung waren die beiden wieder vereint“, teilte die Polizei mit.

Im Keuningpark nahmen die Beamten außerdem zwei weitere Personen fest, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Eine 18-Jährige wurde verhaftet, um dem Richter vorgeführt zu werden. Außerdem wurde ein 26-Jähriger gleich mit drei Haftbefehlen gesucht. Doch er konnte Haft durch Geldzahlung verhindern.

Polizei Dortmund durchsucht Gruppe von Dealern

Im Bereich der Münsterstraße war die Polizei ebenfalls erfolgreich. Hier durchsuchten sie eine Gruppe von fünf Männern zwischen 18 und 25 Jahren. Dabei fanden sie heraus, dass einer der Männer (ein 20-Jähriger) zur Abschiebung ausgeschrieben war. Er wurde festgenommen.

Im Umfeld der Gruppe fanden die Beamten außerdem mehrere Tütchen mit Betäubungsmitteln. Bei den Männern haben die Polizisten ebenfalls Bargeld sichergstellt. das sie gestückelt vorgefunden hatten, wie es für Dealer typisch ist.

Nach der Kontrolle erhielt die Gruppe einen Platzverweis. Doch auch hier weigerte sich ein 25-Jähriger, deshalb verschlug es auch ihn ins Polizeigewahrsam. (js)

 
 

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