Chef kauft seinen Angestellten für 500 Euro frei

Für 500 Euro erkaufte ein Vorgesetzter seinem Mitarbeiter die Freiheit.
Für 500 Euro erkaufte ein Vorgesetzter seinem Mitarbeiter die Freiheit.
Foto: Daniel Reinhardt
Ein 21-Jähriger hatte seinen Chef angerufen, um mitzuteilen, dass er nicht zur Arbeit komme - Ersatzfreiheitsstrafe. Der Chef reagierte ungewöhnlich.

Dortmund.. Weil er eine 600-Euro-Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde ein 21-jähriger Dortmunder mit Haftbefehl gesucht. Am Freitagmorgen stellte er sich der Polizei am Hauptbahnhof, gab den Beamten alles, was er hatte: 100 Euro - zu wenig. Auf dem Weg zum Gefängnis rief er seinen Chef an, um sich von der Arbeit zu entschuldigen. Dessen Reaktion drehte alles.

Die 600 Euro sollte der 21-Jährige wegen "Beförderungserschleichung", so die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Weil er nicht zahlte, sollte er 60 Tage ins Gefängnis - und stellte sich. Sein Vermögen deckte die finanzielle Forderung nicht, der Anruf beim Chef war unvermeidlich: Er komme nächste Woche wohl nicht zur Arbeit.

Sein Vorgesetzter erklärte sich daraufhin bereit, die restlichen 500 Euro zu zahlen und erkaufte seinem Mitarbeiter damit die Freiheit. "Mit einem breiten Grinsen", wie die Polizei schreibt, habe der 21-Jährige daraufhin die Bundespolizeiwache verlassen.

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