BVB will führenden Neonazi aus dem Verein werfen

Borussia Dortmund geht weiter gegen Rechtsextreme in seinem Umfeld vor: Der Verein hat ein Ausschlussverfahren gegen einen Dortmunder Neonazi eingeleitet. Das bestätigte der Verein. Der 23-jährige Michael. B. machte erst kürzlich Schlagzeilen.

Dortmund. "Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie", betonte der BVB. "Wir sind gegen Rassismus." Wenn ein Vereinsmitglied das missachte und nicht akzeptiere, dann gehe der Verein auch dagegen vor. Deshalb ist nun ein entsprechendes Ausschlussverfahren gegen Michael B. eingeleitet worden.

B. ist Mitglied und Kommunalwahl-Kandidat der rechtsextremen Partei "Die Rechte". Diese Gruppierung gilt als Nachfolgeorganisation der verbotenen Organisation Nationaler Widerstand. B. ist ein führender Kopf der Dortmunder Neonazi-Szene. Ein Stadionverbot beim BVB hat der 23-Jährige bereits.

Schlagzeilen macht B. im Dezember: Da stürmten vermummte Antifaschisten eine Jura-Vorlesung an der Uni Bochum, um B. als führenden Rechtsextremen zu outen.

Jana Schoo, Oliver Koch