BVB-Profis und Weihnachtsmann Klopp lassen Kinder Leiden vergessen

Spieler wie Sebastian Kehl und Trainer von Borussia Dortmund machten ihren alljährlichen Weihnachtsbesuch in der Kinderklinik.
Spieler wie Sebastian Kehl und Trainer von Borussia Dortmund machten ihren alljährlichen Weihnachtsbesuch in der Kinderklinik.
Foto: Knut Vahlensieck
Ein Strahlen zauberten die BVB-Profis mit „Weihnachmtsmann“ Jürgen Klopp in die Gesichter von 100 Kindern in Dortmunds Kinderklinik. Da sich herumgesprochen hat, welch’ schwarz-gelber Höhepunkt alljährlich vor Weihnachten auf den Stationen steigt, verzichteten Kinder auf eine vorzeitige Entlassung.

Dortmund. Ein Strahlen zauberte am Montagnachmittag der Besuch der BVB-Promis in die Gesichter von 100 Kindern in der Kinderklinik. Weil sich herumgesprochen hat, welch’ schwarz-gelber Höhepunkt alljährlich vor Weihnachten auf den Stationen steigt, hatten Kinder wieder auf eine vorzeitige Entlassung verzichtet.

„Zieht ihr jetzt hier ein“, wollte die kleine Amy (5) von Sebastian Kehl und Co wissen. So schnell war das Eis getaut, als Kehl, Owomoyela und Zidan mit schwarz-gelben Fanartikel-Tüten ins Zimmer traten.

Keine Berührungsängste hatten die Profis am Bett von Bayern-Fan Maike. Sie im Gomez-Trikot, bayrischer Fan-Schal auf der Bettkante. Sebastian Kehl nahm dennoch neben ihr Platz und schrieb das Autogramm auf das Trikot des ungeliebten Herbstmeisters.

„Edding!“ Dieser Ruf schallte gestern über den Flur, wo sonst eher medizinische Anweisungen gerufen werden. Auch die Krankenschwestern wollten schließlich ihr Signet oder ihr Erinnerungsfoto mit der Handy-Kamera.

Glücksmomente wirken genau so viel wie Medikamente

Die Schmerzen und Leiden werden für diese schönen Momente ausgeblendet. Wie bei Marike (7), die wegen einer Hüfterkrankung vom Becken bis zu den Beinen im Gips steckt, den sie bei dieser Gelegenheit natürlich gerne signieren ließ. Und dass in ihr auch eine Sportlerin steckt, führte sie den Borussen gerne vor, indem sie Klimmzüge an der Triangel über ihrem Kopf übte.

Mit schwarz-gelbem Schal und seligem Gesichtsausdruck beobachtete Klinik-Chef Prof. Dominik Schneider das Treiben auf den Stationen. Er weiß, dass diese Glückmomente mindestens genauso viel wirken wie Medikamente.

Mit Handklatsch begrüßte Mohamed Zidan den kleinen Avdiji (6): Der spielt beim FC Merkur, hat eine Nieren-OP hinter sich und ist natürlich Borussen-Fan. „Ich spiel’ im Mittelfeld und Sturm“, sagte der kleine Patient. „Sag immer: Ich bin der Beste!“ riet Zidan und wurde von seinen Kameraden auf den Boden der Realität zurückgeholt. „Wie viele Tore hast Du denn diese Saison geschossen?“ Die Faust von Kehl zeigte es: Null. Das Auge des BVB-Kapitäns ist schon gut verheilt. Die leid geprüften Borussen kennen die Krankenhäuser der Region nur zu gut von innen.

Als sie alle Zimmer der Kinderklinik besucht hatten, wartete noch ein kleiner Höhepunkt auf die Kinder, die herumlaufen konnten. In der Kantine trat Jürgen Klopp als Weihnachtsmann im Kostüm auf. Alle haben es gesehen: Der Weihnachtsmann hat keine schwarz-gelbe Mütze.

 
 

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