BVB muss gefeuerten Busfahrer wieder einstellen

Thorsten Schabelon, Steffen Gerber
Blick in den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Foto: Ralf Rottmann
Blick in den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Foto: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. Der BVB und der Bus: Nachdem dieser jüngst beim Spiel in Köln mit Steinen beworfen wurde (danach gab’s aber einen Sieg und die Tabellenführung), verlor die Borussia nun juristisch: Der Verein muss den gefeuerten Busfahrer Udo R. wieder einstellen. Der solll sich zu oft verfahren haben, die Vorwürfe waren aber zu pauschal.

Sportlich will der BVB heute Abend im Spiel gegen Paris St. Germain einen Sieg feiern. Juristisch gab es vorab eine Niederlage: Der Klub muss den entlassenen Mannschaftsbus-Fahrer Udo R. weiterbeschäftigen. Am Mittwoch war der 56-Jährige erstmals seit Ende Mai wieder für die Schwarzgelben im Einsatz.

Udo R., seit acht Jahren für den BVB tätig, war zum 31. August gekündigt worden. Er soll sich zu oft verfahren haben. Zudem habe es, laut BVB, „atmosphärische Störungen unter den Kollegen“ gegeben. Rechtsanwalt Wolfgang Pinkepank, Vertreter des Busfahrers: „Es waren pauschale Vorwürfe. Wir wissen nicht, was mein Mandant konkret falsch gemacht haben soll.“

Eine außergerichtliche Einigung war nicht zu finden. Auch ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht scheiterte. Mit Blick auf die offenbar dürftigen Erfolgsaussichten in dem Verfahren hat der BVB jetzt eingelenkt. „Die Kündigung wurde zurückgenommen. Mein Mandant wird ab sofort wieder beschäftigt und soll im Fahrdienst eingesetzt werden“, sagte Pinkepank gestern der WR und erwähnte die „faire Auseinandersetzung“ mit dem BVB. Kommende Woche treffen sich beide Parteien erneut vor dem Arbeitsgericht, um letzte Details zu klären.