Dortmund

BVB-Bomber-Prozess: Wann Thomas Tuchel vor dem Dortmunder Landgericht aussagen muss

Thomas Tuchel wird am 19. März aussagen.
Thomas Tuchel wird am 19. März aussagen.
Foto: dpa

Dortmund. Sie mussten den schrecklichen Anschlag direkt miterleben. Spieler und Trainerstab von Borussia Dortmund.

Nach der, aufgrund seines Wechsels zu Betis Sevilla vorgezogenen Aussage von Marc Bartra werden nun auch Ex-Coach Thomas Tuchel und sein damaliger Trainerstab vor dem Landgericht Dortmund aussagen müssen.

So bestätigte BVB-Anwalt Ulf Haumann gegenüber DER WESTEN: „Für den 19. März wurde der gesamte Trainerstab geladen.“ Dazu zählte zum Zeitpunkt des Anschlags auch Tuchel.

Zusätzlich sind auch fünf Spieler des BVB geladen. Da die Ladungen erst jetzt verschickt werden, werden die konkreten Namen jedoch erst am Freitag genannt.

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So lief der Anschlag

BVB-Bomber Sergej W. hat laut Anklage am 11. April 2017 vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco drei Sprengkörper gezündet. Dabei waren BVB-Abwehrspieler Marc Bartra und ein Motorradpolizist verletzt worden. Die Anklage lautet auf 28-fachen Mordversuch.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen vor, aus Habgier gehandelt zu haben: „Der Angeklagte handelte, um sich zu bereichern“, heißt es in der Anklage. Sergej W. soll in der Woche vor dem Bombenanschlag für über 26 000 Euro Optionsscheine und Kontrakte gekauft haben, mit denen er an der Börse auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie spekulierte.

Plan hätte aufgehen können

Bei einem erfolgreichen Anschlag wäre das laut Staatsanwaltschaft wohl auch passiert. „Wären mehrere oder sogar alle Spieler des BVB schwer verletzt oder gar getötet worden, und wäre der Verein deshalb auf nicht absehbare Zeit nicht mehr in nationalen und internationalen Spielrunden vertreten gewesen, hätte dies die Bewertung des BVB auf dem Aktienmarkt erheblich negativ beeinflusst“, heißt es in der Anklage.

Sergej W. hatte vor Gericht ausgesagt, dass er die Tat auf den Bus aus Liebeskummer geplant habe. So soll er schwer unter der Trennung von seiner Freundin gelitten haben. Außerdem hege er seit längerem Suizid-Gedanken. Wolle mit dem aus den Aktiengeschäften gewonnen Geld seine Eltern im Falle seines Todes unterstützen.

 
 

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