BVB-Bomber-Prozess in Dortmund: Bomben waren nicht beherrschbar

Prozessauftakt gegen vermutlichen BVB-Bomber: Sergej W. (2. v. rechts) flankiert von seinen beiden Anwälten Carl W. Heydenreich (links) und Christos Psaltiras (rechts) und einer Dolmetscherin (2. v. links).
Prozessauftakt gegen vermutlichen BVB-Bomber: Sergej W. (2. v. rechts) flankiert von seinen beiden Anwälten Carl W. Heydenreich (links) und Christos Psaltiras (rechts) und einer Dolmetscherin (2. v. links).
Foto: DER WESTEN/ Dominik Göttker

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund hat ein physikalischer Sachverständiger die Sprengsätze als „nicht beherrschbar“ bezeichnet. Die Detonationskraft der drei selbst gebauten Bomben sei zwar als eher gering einzustufen.

Ein Laie sei jedoch nicht in der Lage, exakt zu bestimmen, wohin die in den Sprengsätzen verbauten Metallsplitter fliegen, sagte der Gutachter des Fraunhofer Instituts am Donnerstag vor dem Dortmunder Landgericht.

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Der Angeklagte Sergej W. gibt zu, die Bomben im April 2017 bei der Abfahrt des BVB am Teamhotel gezündet zu haben. Der in Russland geborene Deutsche will die Sprengsätze jedoch bewusst so platziert und ausgerichtet haben, dass niemand getötet werden konnte.

Es sei ihm ausschließlich darum gegangen, ein Bedrohungsszenario zu schaffen, hieß es in dem früher im Prozess abgegebenen Geständnis.

Metallsplitter drangen in Bus ein

Tatsächlich hatten jedoch einige Metallsplitter den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund getroffen. Ein Metallstift war auch durch die Doppelglas-Scheiben in das Innere des Busses eingedrungen und in einer Kopfstütze stecken geblieben.

Bei dem Anschlag, der sich bei der Abfahrt des Teams zum Champions-League-Heimspiel gegen Monaco ereignete, hatte der damals noch für Dortmund spielende Spanier Marc Bartra einen offenen Unterarmbruch erlitten. Ein Motorrad-Polizist wurde mit einem Knalltrauma ins Krankenhaus gebracht. (dpa)

 
 

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