Brückstraße in Dortmund – viele Probleme, viele Hoffnungen

Frank Bußmann
Die Dortmunder Brückstraße hofft auf das neue Jugendhotel am Burgwall und die Sanierung des Karstadt-Technikhauses an der Kampstraße. WR-Bild: Ralf Rottmann
Die Dortmunder Brückstraße hofft auf das neue Jugendhotel am Burgwall und die Sanierung des Karstadt-Technikhauses an der Kampstraße. WR-Bild: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. Müll, Schlägereien, wenig Interesse – die Brückstraße in Dortmund hat viele Probleme. Streetmanagerin Meline Ebbinghaus bringt Geschäfte, Lokale und Kultur im Brückstraßenviertel an einen Tisch, hofft auf die Sanierung des Karstadt-Hauses an der Kampstraße und das Jugendhotel am Burgtor.

Es ist so manches dicke Brett, das Meline Ebbinghaus bohrt. Doch Hartnäckigkeit hilft weiter. Und für das neue Jahr blickt die Streetmanagerin der Brückstraße ganz optimistisch nach vorne.„Es war anfangs mühsam, Ansprechpartner bei der Stadt oder anderen Institutionen zu finden“, schaut sie auf die ersten 18 Monate ihrer Tätigkeit für die Werbegemeinschaft Brückstraße zurück.

Doch inzwischen klappe die Kommunikation besser. „Das war zeitaufwändig, aber vieles ist auf einem guten Weg“, resümiert Ebbinghaus. Beispiel: Es ist das erhöhte Müllaufkommen durch die vielen Betriebe, die bis in die Nacht verkaufen, das Probleme bereitet. Aber mit der EDG sei man inzwischen auf einem guten Weg, es zu lösen, sagt Ebbinghaus.

„Die Straße für alle interessant machen“

Gesprächsbedarf gibt es en masse. So auch mit den unterschiedlichen Kulturbetrieben der Straße. „Die Zusammenarbeit mit ihnen ist ein Kernpunkt meiner Arbeit.“ Auch im neuen Jahr. Das Problem: Kulturbetriebe und Brückstraßen-Handel haben unterschiedliche Zielgruppen. Es gelte aber, die Straße für alle interessant zu gestalten. „Das ist unser größtes Vorhaben.“ Und in den letzten drei Monaten hätten sich die Kontakte zur Kulturszene schon vertieft. Daran soll weiter gearbeitet werden.

Grundsätzlich, so Ebbinghaus, mache sie eine gute Stimmung im Brückstraßen-Handel aus. Alle Beteiligten setzen auf zwei größere Ankerpunkte: die angekündigte Neugestaltung des alten Karstadt-hauses mit attraktiven Mietern und die Eröffnung des Jugendhotels am anderen Ende der Straße. Beides Frequenzbringer. Die Leerstandsquote nennt Ebbinghaus „passabel“. Zudem gebe es eine große Nachfrage nach Ladenlokalen – von Nicht-Filialisten, was den eigenen Charakter der Straße unterstreicht.

Karstadt-Sanierung darf nicht noch länger dauern

Mehr als ein Ärgernis und nicht hinzunehmen sind die Übergriffe der rechten Szene auf das Lokal Hirsch-Q im unteren Teil der Straße. „Die Werbegemeinschaft verurteilt diese Vorkommnisse“, so Ebbinghaus, und hofft auf geeignete Maßnahmen gegen die rechte Gewalt.

Und was wären ihre drei Wünsche für das Jahr 2011? Die Kommunikation mit der Stadt und der Politik müsse noch schneller gehen, so Ebbinghaus. Bei verschiedenen Einrichtungen müsse sich das Interesse an der Straße noch steigern. Zweitens wäre es schön, wenn die Baumaßnahme mit Alt-Karstadt sich nicht verzögern und zügig umgesetzt würde. Und letztlich täte es dem Viertel gut, wenn ihre Arbeit und das Engagement aller Erfolg zeigen würden.