Briefträger im Ruhrgebiet bekommen Elektro-Dreiräder

Post per Dreirad: Briefträger in NRW bekommen e-Trikes.
Post per Dreirad: Briefträger in NRW bekommen e-Trikes.
Foto: Deutsche Post AG
Im Ruhrgebiet ist die Post bald auf dem Dreirad unterwegs: Briefträger der Deutschen Post AG bekommen e-Trikes. Die neuen Räder kommen vor allem in hügeligen Bezirken zum Einsatz — können aber auch von Kollegen angefordert werden, die nicht ganz fit sind.

Ruhrgebiet. Fahrrad-Postboten haben es weiß Gott nicht leicht: 50 Kilo Briefe in den Seitentaschen — dazu noch das Eigengewicht von Rad und Fahrer. Da kommen schnell mal 150 Kilo zusammen, die im hügeligen Dortmunder Süden bergauf bewegt werden müssen. Bei Wind, Regen Schnee und Eis.

Jetzt stattet die Deutsche Post AG ihrer Fahrer in allen größeren Städten im Ruhrgebiet mit neuen Fahrrädern aus: E-Trikes (also Dreiräder mit Elektro-Antrieb) sollen den Kollegen die Arbeit erleichtern. Ab Anfang November geht's los.

Eingesetzt werden die neuen Räder vor allem dort, wo man mit normalen Fahrrädern zu schwer schuften muss. Im Bergigen also. Aber auch Kollegen, deren Konstitution steile Bergfahrten nicht zulässt, können die neuen Räder beantragen, erklärt Post-Sprecher Rainer Ernzer

Zudem seien die neuen Dreiräder erheblich sicherer als Zweiräder: Gerade bei Schnee und Eis im Winter geraten die Räder nicht so schnell ins Trudeln. Auch in brenzligen Verkehrssituationen sind sie zuverlässiger.

Dreiräder können 80 statt 50 Kilo Post tragen

Der größte Vorteil der Neuanschaffung ist aber die Beladung: Auf die normalen Fahrräder oder die E-Bikes der Post können die Briefträger "nur" bis zu 50 Kilo Post transportieren. Die Trikes lassen bis zu 80 Kilo zu. Während also die zweirädrigen Kollegen pro Tour zwei- bis dreimal an Ablagekästen an der Straße nachladen müssen, reichen den Dreiradfahrern eine oder zwei nachträgliche Ladungen.

In einem mehrmonatigen Pilotprojekt in mehreren Kölner Postbezirken waren die Dreiräder schon länger getestet und von den Fahrern für gut befunden worden, so Postsprecher Ernzer.

Ein Ersatz für Postautos im ländlichen Bereich sind die Trikes natürlich nicht. Dafür sind und bleiben die Wegen zwischen den Häusern zu lang.

Insgesamt hat die Deutsche Post 17.000 normale Fahrräder und 6.500 E-Bikes. Wie viele Trikes jetzt noch dazukommen, steht bislang noch nicht fest.

 
 

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