Borussia Dortmund baut Solaranlage fürs Stadiondach

Das Stadion bekommt eine Solaranlage aufs Dach.
Das Stadion bekommt eine Solaranlage aufs Dach.
Foto: Hans Blossey
Sieben Millionen Euro steckt der deutsche Meister Borussia Dortmund in sein Stadion. Zwei Millionen kosten die Solarzellen, die über den Köpfen der Fans Energie gewinnen.

Dortmund.. Fünf Millionen Euro steckt Borussia Dortmund gerade in den Umbau und die Renovierung des Signal Iduna Parks. Bis Jahresende werden jetzt weitere zwei Millionen Euro hinzukommen, die dem Bundesligisten als besonders nachhaltige Investition viel Freude machen dürften.

Auf den Dächern von Nord-, West- und Osttribüne sowie an die Stadionfassade wird eine aufwendige Solaranlage installiert, die dem Hersteller Q.Cells auch als Vorzeigeanlage dienen soll. Die fast 9000 Module generieren eine jährliche Energiemenge von 860000 Kilowatt-Stunden. Diese würden ausreichen, um 215 Haushalte zu versorgen. Die Kohlendioxid-Einsparung im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom beträgt bei dieser sonnigen Dachlösung zudem 680 Tonnen pro Jahr.

Anlage hilft beim Sparen

„Wir haben bislang im Stadion etwa Energiekosten von 400 000 bis 500 000 Euro. Die neue Anlage generiert Energie für etwas 200000 Euro“, sagte Carsten Cramer, BVB-Direktor für Vertrieb und Marketing, bei der Vorstellung des Projekts im Dortmunder Trainingslager in der Schweiz.

Allerdings wird sich der Energieaufwand markant erhöhen, da der BVB bis zum Ende der Hinrunde eine UV-Anlage als Solarium für den Rasen im Stadion in Betrieb nehmen will. Die dafür künftig notwendigen Mehraufwendungen mit Kosten von 200 00 Euro werden durch die Einnahmen für die Energie aus der Solaranlage an der Fassade und auf dem Stadiondach getragen. Die Anlage auf dem Dach über der Nordtribüne wird durch ein riesiges schwarzes BVB-Logo verziert.

Vorbild Betzenberg

Der BVB ist nicht der einzige Bundesligist, der auf Solarenergie setzt. Auf dem Stadiondach des Betzenbergs in Kaiserslautern steht beispielsweise eine fünf Millionen teure Anlage, den Jahres-Strombedarf von 450 Haushalten deckt. Das Unternehmen Q.Cells installiert indes nicht nur die Anlage, sondern ist auch neuer Champions Partner des Meisters. Etwa acht Millionen Euro bezahlt das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren an den BVB. „Unser Engagement kann gerne auch länger laufen“, kündigte Vorstandsmitglied Hans-Gerd Füchtenkort bei der Präsentation an.

 
 

EURE FAVORITEN