Blutiges Drama im Dortmunder Orang-Utan-Gehege

Orang-Utan-Ziehkind Yenko kuschelt mit Ersatz-Mutter Toba.
Orang-Utan-Ziehkind Yenko kuschelt mit Ersatz-Mutter Toba.
Foto: Dieter Menne
Blutiger Zwischenfall im Dortmunder Zoo: Das als Fußball-Orakel bekannte Orang-Utan-Männchen Walter hat dem gut ein Jahr alten Jungtier Yenko den kompletten Unterarm abgebissen. Das Jungtier musste in einer Notoperation gerettet werden. Yenko war erst vor einigen Wochen nach Dortmund gekommen.

Dortmund. Der als Tier-Orakel bekannte Orang Utan Walter hat dem rund ein Jahr alten Jungtier Yenko den Arm abgebissen. Wie die Stadt erst am Montag mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bereits am 27. Mai (Dienstag). Laut Pressemitteilung der Stadt waren Walter und der kleine Yenko durch einen Maschendraht-Zaun getrennt. Plötzlich und unerwartet habe Walter den Arm des kleinen Yenko durch den Zaun gezogen. Dann habe er den Unterarm des Jungtiers komplett abgebissen.

In Vollnarkose wurde der kleine Affe in der Veterinärstation des Dortmunder Zoos operiert - angenäht konnte der Unterarm allerdings nicht werden. Ansonsten verlief die Operation laut Stadt gut. Am späten Nachmittag des Dienstags sei Yenko schon wieder im Gehege herumgeklettert und habe bei seiner Mutter getrunken. Mittlerweile gehe es ihm wieder gut. Inwieweit Yenkos schwere Verletzung vollständig ausheilen und ob das Ereignis seine Eingliederung in die Dortmunder Menschenaffengruppe zusätzlich erschwert, ist derzeit noch unklar.

War Eifersucht der Grund?

Als Orakel für diverse Fußball-Spiele hatte der Zoo den Orang-Utan Walter schon oft den Medien präsentiert. Die Aktion des sonst eher zurückhaltenden Orang-Mannes Walter ist laut Stadt bis jetzt nicht hinreichend zu erklären - offenbar könnte Eifersucht auf die Aufmerksamkeit, die Yenko und seine Adoptiv-Mutter Toba zuletzt erhalten haben, eine Rolle gespielt haben.

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