Lünen

Trotz Mega-Hitze: Beliebte Badestellen im Revier gesperrt – der Grund ist extrem ekelerregend

Am Horstmarer See in Lünen kann erstmal nicht mehr gebadet werden. Der Grund ist ein ekelerregender Fund.
Am Horstmarer See in Lünen kann erstmal nicht mehr gebadet werden. Der Grund ist ein ekelerregender Fund.
Foto: Hans Blossey

Lünen. Es ist heiß und alle schwitzen. Wer Zeit hat, legt sich an den See und kühlt sich ab. Wer mit dieser Variante der Hitze entkommen will, kann sich am Horstmarer See in Lünen bei Dortmund vorerst nicht mehr abkühlen. Es ist nicht der einzige See, der aktuell trotz Hitze zum Baden geschlossen ist.

Denn im Seewasser nahe Dortmund sind Bakterien gefunden worden, die für Menschen ziemlich gefährlich werden können.

Auch das Naturbad in Mülheim Styrum reagiert aktuell mit einer drastischen Maßnahme auf völlig überhitzte Schwimmbecken.

Naturbad Mülheim Styrum muss schließen – Badebetrieb vorerst eingestellt

Wegen der anhaltenden tropischen Temperaturen mussten einige Badeseen und Naturbäder ihren Betrieb vorübergehend einstellen. So nun auch das Naturbad Mülheim Styrum.

So gibt das Naturbad über Facebook bekannt: „Es besteht die Gefahr, dass die Gewässer kippen und somit ein gesundheitliches Risiko darstellen, aber auch eine längere Sperrung notwendig wäre.“ Im Schwimmbecken herrscht aktuell eine viel zu hohe Temperatur von 25,9 Grad.

Die Betreiber hoffen schon am Freitag wieder öffnen zu können.

Dortmund/ Lünen: Horstmarer See für Schwimmer gesperrt

Bei einer Routine-Untersuchung des Wassers im Horstmarer See ist der Behörde ein absoluter Hammer aufgefallen. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, haben die Wissenschaftler während der Untersuchung ekelerregende Bakterien im Wasser entdeckt.

Tatsächlich haben die Behörden fäkale Verunreinigungen im Wasser festgestellt. Die Enterokokken, die im Horstmarer See entdeckt wurden, kommen beispielsweise in der Darmflora des Menschen vor.

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Wenn diese Bakterien zum Beispiel über offene Wunden in den Körper gelangen, können die Enterokokken üble Infektionen verursachen.

Stadt Lünen will Hinweisschilder aufstellen

Die Stadt Lünen will zeitnah Hinweisschilder am Horstmarer See aufstellen, die darauf aufmerksam machen, dass derzeit im See nicht gebadet werden sollte.

Genaue Informationen zur Gewässerqualität im Horstmarer See findest du hier.

++A1: Aufmerksamer Autofahrer macht schockierende Beobachtung++

Auch Wolfssee in Duisburg zum Baden zu

Der Horstmarer See ist nicht der einzige See, der trotz der heißen Temperaturen zum Baden geschlossen ist. Auch der Wolfssee in Duisburg ist betroffen.

Bei einer heutigen Kontrolle des Wolfssees stellten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes fest, dass sich Blaualgen mittlerweile auch auf den Bereich des Freibades ausgebreitet haben. Der Badebetrieb muss daher vorerst eingestellt werden. Das Wasser wird nun täglich kontrolliert. Sobald sich die Situation verbessert, wird das Bad wieder freigegeben, teilte die Stadt Duisburg mit.

Gefahr in Bade-Seen: Blaualgen sind giftig

Was hat es mit Blaualgen auf sich? Blaualgen sind giftig und sollten deshalb beim Schwimmen nicht verschluckt werden. Dies gilt auch für schwimmende Hunde. Auf einen Verzehr der Fische aus den Seen sollte verzichtet werden. Einige Blaualgen-Gattungen scheiden Gifte aus. Wenn sich durch massenhaftes Vorkommen Blaualgenblüten ausbilden, können bei Badenden beim direkten Hautkontakt mit belastetem Wasser Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen auftreten.

Beim Verzehr von Fischen oder Muscheln können Toxine über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen und auch so zu gesundheitlichen Problemen führen.

Blaualgen sind Bakterien

Blaualgen sind keine Pflanzen, sondern Bakterien. Sie kommen in heimischen Gewässern natürlicherweise vor und sind im Allgemeinen nicht gefährlich. Unter besonderen Bedingungen, bei Schönwetterperioden beispielsweise oder Überdüngung (z.B. infolge der Fütterung von Wasservögeln), können sich diese Bakterien stark vermehren. Das Wasser bekommt dann einen grünlich-bläulichen Schimmer, daher auch der Name „Blaualge“ und oft einen charakteristischen, leicht muffigen Geruch. (mj/ms)

 
 

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