Behörden nehmen Spielhallen ins Visier

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Dortmund.  Immer mehr Spielhallen verstoßen gegen die gesetzlich festgelegten Sperrzeiten. Ordnungsamt und Polizei kündigten gestern verschärfte Kontrollen an.

Zwei Effekte soll dieses Eingreifen nach sich ziehen: Zum einen geht es darum, die Spielsucht einzudämmen, des weiteren sollen Überfälle zur Nachtzeit, die in den letzten Monaten vermehrt vorgekommen sind, verhindert werden.

Die Sperrzeit für die gewerblichen und öffentlichen Vergnügungsstätten beginnt um ein Uhr in der Nacht und endet um 6 Uhr morgens. Wie Michael Meinders, Sprecher der Stadt, mitteilt, wurde in der Vergangenheit verstärkt festgestellt, dass Spielhallen die ganze Nacht über geöffnet sind und die Besucher ihrem Spieltrieb dort nachgehen können. Zum einen verschaffen sich diese Betriebe mit dem Verstoß einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern, die sich an die Zeiten halten. Zum anderen anderen reagieren offenbar auch Räuber auf dieses Geschäftsgebaren. Sie nutzten die Nachtstunden zum Überfall und gefährden auch die Mitarbeiter in den Spielhallen.

Anzeigen und Bußgelder

Bei einer aktuellen Kontrolle hatte sich bei zehn Objekten kein Betrieb an die gesetzlichen Schließungszeiten gehalten. Eine Spielhalle hatte überhaupt keine Erlaubnis. Es wurden Anzeigen gefertigt und Bußgelder erhoben.

In Dortmund gibt es insgesamt 160 Spielhallen-Standorte, an denen zum Teil mehrere Einrichtungen betrieben werden. Die Einhaltung der Sperrzeit wird den Betreibern unter Androhung eines Zwangsgeldes im deutlich vierstelligen Bereich per Ordnungsverfügung angeordnet.

 
 

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