Bananenskulptur auf der Kippe

Foto: Franz Luthe Der Künstler Thomas Baumgärtel will auf einem der beiden Hochöfen auf dem Gelände von Phoenix West eine riesige Banane auf einem Banner anbringen. Phoenix West, Hochöfen in der Dämmerung, Hochofen, Nachtaufnahme, Abendstimmung
Foto: Franz Luthe Der Künstler Thomas Baumgärtel will auf einem der beiden Hochöfen auf dem Gelände von Phoenix West eine riesige Banane auf einem Banner anbringen. Phoenix West, Hochöfen in der Dämmerung, Hochofen, Nachtaufnahme, Abendstimmung
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Dortmund.. Der Künstler hofft, der Kulturdezernent ist dagegen skeptisch: Das Projekt Riesenbanane auf dem Hochofen von Phoenix West wartet mangels finanzieller Mittel weiterhin auf seine Umsetzung.

Ein halbes Jahr lange sollte die 30 Meter lange und 3,5 Tonnen schwere Stahlskulptur den Hochofen auf der stillgelegten Hörder Industrieanlage krönen – eigentlich im vergangenen Kulturhauptstadtjahr 2010. 300 000 Euro sollte die aufwendige Installation kosten, allein durch Sponsorengelder getragen. „Im ersten Halbjahr lag kein genehmigter Bauantrag vor, später gab es Probleme mit der Finanzierung“, sagt der Kulturdezernent der Stadt, Jörg Stüdemann.

Genehmigung liegt vor

Begraben sei das Projekt deswegen noch lange nicht, bekräftigt der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel auf Anfrage unserer Zeitung. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass es nicht zwingend im Kulturhauptstadtjahr durchgeführt werden muss.“ Auch 2011 liefere sein Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Industriekultur. „Ich werde deshalb weiter kämpfen.“

Grünes Licht vom Besitzer des Hochofens, der NRW Urban GmbH, hat der Künstler. Auch ein genehmigter Bauantrag liegt Thomas Baumgärtel vor, allerdings nur bis Juni. „Natürlich ist das eine kurze Zeit. Mit ausreichend Unterstützung lässt sich das Vorhaben dennoch realisieren.“

An der hapert es aber weiterhin. Nach Ende des Kulturhauptstadtjahres habe die Bereitschaft bei den Firmen aus der Umgebung deutlich nachgelassen, bestätigt Jörg Stüdemann. „In diesem Jahr gibt es natürlich andere Projekte zum Thema schwarz und gelb, die wesentlich mehr Sponsoren anlocken.“

In einer Woche werde man sich zusammensetzen und gemeinsam überlegen, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen soll, so der Kulturdezernent. Falls eine Lösung absehbar ist, werde man den Künstler natürlich weiterhin unterstützen. Eine Prognose will Jörg Stüdemann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeben. Die Hoffnung von Thomas Baumgärtel ist dagegen ungebrochen. „Die umfangreichen Diskussion zu dem Thema, zeigt, dass das Projekt den Meinungsaustausch und die Auseinandersetzung mit der Industriekultur fördert.“

 

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