B 54 in Dortmund wegen Bomben-Entschärfung gesperrt

DerWesten
Foto: WR-Ralf Rottmann

Dortmund. Der fünfte Bombenfund binnen weniger Tage hat am heutigen Montag wieder den Verkehr auf der B54 am Rombergpark durcheinander gewirbelt: Zwischen 10.30 und 11.30 Uhr war die Bundesstraße komplett gesperrt.

Der Bachlauf Schondelle verläuft derzeit noch ab dem Rombergpark innerhalb einer Mischwasserkanalisation. Das Gewässer soll auf einer Länge von rund 1000 Meter renaturiert und vom Kanalnetz getrennt, in einem offenen Bett westlich der B 54 zur Emscher geführt werden. Im Zuge der Baumaßnahme wurden Luftbildauswertungen durchgeführt um sicher zu gehen, dass im Baustellenbereich keine Bombenblindgänger mehr liegen.

Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse wurden in den letzten zwei Wochen bereits Maßnahmen der Kampfmittelbeseitigung durchgeführt. Dabei wurden schon zwei amerikanische 250 kg Bomben sowie zwei 250 kg Bomben britischer Herkunft gefunden, die von dem verantwortlichen Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder entschärft worden waren.

Nach Fortsetzung der Sondierungsbohrungen wurde am Freitag, 1. April, ein weiterer 250 Kilo schwerer Bombenblindgänger amerikanischer Herkunft mit Aufschlagzünder ans Tageslicht befördert. Am Montag wurde der Blindgänger entschärft. Seitens des verantwortlichen Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder wurde erneut ein Evakuierungsradius von 250 Meter um die Fundstelle festgelegt. Von der Evakuierung sind Teilbereiche der Kleingartenanlagen Remy e.V, Südstern und des Phönix-West-Geländes betroffen. Die Evakuierung der betroffenen Bereiche startete gegen 9.30 Uhr.

Zwischen 10.30 und 11.30 Uhr sperrte die Polizei die Bundesstraße 54 und einige weitere Straßen in beide Fahrtrichtungen. Auch die Bahnlinie vom Haltepunkt Westfalenhalle Richtung Hörde sowie Richtung Herdecke war beeinträchtigt. Zudem wurde der Linienverkehr der Stadtbahnlinie U 49 eingestellt.

Die Entschärfung der Bombe verlief problemlos: Feuerwerker Schröder brauchte nur 27 Minuten — von 10.50 bis 11.17 Uhr.