Autobumser vor Gericht - Schummelspur führt zu Gutachtern

Nach einer Serie von fingierten Unfällen müssen sich ein Autofahrer und zwei Kfz-Sachverständige in Essen vor Gericht verantworten. Einer der Gutachter kommt aus Dortmund. Er soll in mehreren Fällen künstlich aufpolierte Gutachten erstellt haben. Der Vorwurf: Beihilfe zum Versicherungsbetrug.

Dortmund.. Die Unfälle passierten in den Jahren 2008 bis 2013. Verletzt wurde zum Glück niemand, die Versicherungen wurden jedoch kräftig zur Kasse gebeten. Mal waren es Auffahrunfälle, mal krachte es nach plötzlichen Spurwechseln. Auf den ersten Blick sah es immer so aus, als ob der angeklagte Fahrer keine Schuld trug.

War Gutachter eingeweiht?

Die Gutachten zu den entstandenen Schäden soll unter anderem ein Sachverständiger aus Dortmund gefertigt haben. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, in den Betrug eingeweiht gewesen zu sein und dem Fahrer durch "günstige" Gutachten zu mehr Schadenersatz verholfen zu haben. Insgesamt geht es um mehrere tausend Euro.

"Hatte immer Pech"

Der Kfz-Gutachter hat die Vorwürfe zum Prozessauftakt jedoch vehement bestritten. Der Autofahrer hat zumindest vier fingierte Unfälle zugegeben. Alle anderen Zusammenstöße seien normale Unfälle gewesen. Zitat: "Ich hatte einfach immer Pech."

Sogenannte Autobumser fingieren oder provozieren Verkehrsunfälle, um die Versicherungssumme zu kassieren.

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