Aus für Straßenstrich in Dortmund

DerWesten
Aus für den Straßenstrich an der Ravensberger Straße. WR-Foto: Ralf Rottmann
Aus für den Straßenstrich an der Ravensberger Straße. WR-Foto: Ralf Rottmann
Foto: WR-Ralf Rottmann

Dortmund. Der Straßenstrich in Dortmunds Nordstadt steht vor dem endgültigen Aus. Mit den Stimmen von SPD und CDU hat der Rat am Donnerstagabend beschlossen, die Prostitution im Bereich der Ravensbberger Straße zu verbieten.

Der Dortmunder Straßenstrich wird geschlossen. Das entschied gestern der Rat der Stadt. Außerdem soll der Sperrbezirk, in dem Straßenprostitution verboten ist, auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Die Ratsmehrheit von SPD und CDU hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie die Schließung will. Zentrales Argument: Er bilde den zentralen Anziehungspunkt für Kriminelle.

Trotzdem wurde noch fast drei Stunden lang diskutiert. Für die SPD sprach Dirk Goosmann von „dramatischen Zuständen“ auf dem Strich. Er sei nicht mehr beherrschbar, betonte Christiane Krause (CDU). Die FDP/Bürgerliste, die Linken und die Grünen/Bündnis 90 warnten davor, dass die Prostituierten dadurch in die Illegalität gedrängt und somit wieder vielen Gefahren ausgesetzt werden.

Als nächstes muss Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann den Ratsbeschluss in eine Verordnung umwandeln. Der muss allerdings den Bedenken der umliegenden Städte gerecht werden, die sich darum Sorgen, dass die Frauen dann zu ihnen abwandern. Mitte April wird es eine gemeinsame Sitzung mit allen Gemeinden geben.

Polizeipräsident begrüßt Schließung

„Ich begrüße den Beschluss des Rates der Stadt Dortmund, den Straßenstrich an der Ravensberger Straße sofort schließen zu wollen. Diese Entscheidung eröffnet die Chance, die negative Entwicklung der letzten Jahre in Teilen der Nordstadt wieder umzukehren“, lobt Polizeipräsident Hans Schulze die Entscheidung.

Gemeinsam mit der Stadt werde die Politzei nunr „mit Hochdruck“ an einem vernetzten Handlungskonzept arbeiten. „Wir werden nur erfolgreich sein, wenn alle mit Engagement und langem Atem zusammenarbeiten“, so Schulze, der auf eine schnelle Bestätigung durch das Regierungspräsidium hofft.